Kunde zu Kunde

Telekom garantiert Verbleib von E-Mails in Deutschland

03.11.2014
Eine E-Mail von Bremen nach München schicken, möglicherweise über den Umweg USA und die NSA liest problemlos mit? Die Telekom versichert für den Austausch unter ihren Kunden: Die Daten bleiben im Land.

Telekom-Chef Tim Höttges garantiert Kunden des Konzerns den Verbleib ihrer E-Mails in Deutschland. "Für unsere Privatnutzer in Deutschland haben wir das nationale Routing bereits umgesetzt", sagte Höttges der "Welt am Sonntag". Sie könnten sicher sein, dass ihre E-Mails auf dem Weg etwa von Bremen nach München nicht das Land verließen, wenn beide Nutzer bei der Telekom seien.

Höttges zeigte sich enttäuscht von der Reaktion auf seinen Vorschlag, Datenverkehr möglichst in Deutschland oder im Schengen-Raum zu routen. Die Telekom hatte dies nach den Enthüllungen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden vorgeschlagen. Der Vorstoß habe bisher aber weder in der Politik noch bei den Unternehmen den Zuspruch gefunden, den er hätte haben können. "Das hängt in vielen Fällen auch mit den Kosten zusammen, die geringer sein können, wenn man Daten über das Ausland leitet, wo Leitungsüberkapazitäten bereitstehen", sagte der Telekom-Chef.

Trotzdem wolle er den Vorschlag nicht fallen lassen. "Aber wir zwingen niemanden in eine solche Lösung." Wenn Unternehmenskunden es wünschten, biete die Telekom ihnen an, dass ihre Daten nicht die Europäische Union verlassen.

Die Gefahr, zum Ziel eines Hackerangriffes zu werden, nimmt nach Ansicht des Telekom-Chefs zu. "Allein weil die Digitalisierung und Vernetzung auch innerhalb der Industrie zugenommen hat, wird natürlich die Angriffsfläche größer", sagte er. Nach einer aktuellen Studie der Telekom sind 92 Prozent der Firmen in Deutschland bereits attackiert worden.

Höttges mahnte eine einheitliche europäische Datenschutzverordnung an. Es könne nicht sein, dass es einen Export von persönlichen Daten über Rechtslücken in einen anderen Rechtsraum gebe. "Wir müssen ein gemeinsames Verständnis schaffen, wie Datenschutz und Datensicherheit in einer globalen digitalen Welt stattfinden soll." (dpa/tc)

Die Geschichte der Telekom
Die Geschichte der Telekom
Aufstieg, Krisen und Skandale. Wie sich die Telekom vom verkrusteten Staatsbetrieb zum internationalen ITK-Player entwickelte.
2015
Den Sponsoring-Vertrag mit dem FC Bayern München hat die Telekom bis 2017 verlängert.
Vectoring statt Glasfaser
Den Netzausbau treibt die Telekom nicht, wie viele wünschen, vor allem mit Glasfaser voran, sondern auch mit Vectoring, einer Technologie, die mehr aus den vorhandenen Kupferadern holen soll, aber auch beim Endkunden viel Strom verbraucht.
All-IP und IPTV
Mit dem IPTV-Service Entertain bringt die Telekom eine stetig steigende Programmflut nach überall.
November 2015
Das neue Twin-Core-Rechenzentrum der Telekom in Biere realisiert mit seinem unweit gelegenen Zwilling eine hochsichere Public Cloud.
Connected Car
Die Connected Cars, in deren Entwicklung die Telekom beträchtlich investiert, sind untereinander und stets auch mit einer (Telekom-)Cloud verbunden.
Smart Home
Mit Qivicon lassen sich alle vernetzten Systeme in Haushalten zentral steuern.
Smart City
In der mit Sensor- und M2M-Technik gespickten Smart City werden Autofahrer bei der Parkplatzsuche unterstützt.
Innovationen sollen die ...
... Telekom endlich dauerhaft aus der Defensive bringen. Zuständig dafür: der Leiter des P&I-Bereichs, Thomas Kiessling
Timotheus Höttges, ...
... muss sich unter anderem mit Altlasten aus dem US-Markteinstieg von T-Mobile herumschlagen. Zudem steht ein großer personeller Aderlass an mehreren Standorten bevor.
Neue Frauen für den Telekom-Vorstand:
Ex-McKinsey-Beraterin Claudia Nemat übernimmt den Bereich EMEA, Ex-Hochschulchefin Marion Schick die Personalleitung.
Noch Wüstenei, ...
... bald Deutschlands größtes Rechenzentrum: Bei Magdeburg baut die Telekom neue Ressourcen fürs Cloud-Geschäft
Noch-Telekom-Boss ...
... und der inzwischen verstorbene Apple-CES Steve Jobs feiern zusammen 20 Jahre Mobilfunk, natürlich mit dem iPhone
Mit neuen Anwendungen ...
... wie Smart Meters (siehe Bild) oder Remote-Gesundheitskontrolle versucht die Telekom, noch mehr Verkehr auf die Mobilnetze zu bringen und gleichzeitig neuartige Endgeräte zu verkaufen
Zur Mobile World 2011 ...
... präsentiert die Telekom ihren ersten LTE-Stick.
2008:
Fehltritt mit Folgen – Manfred Balz tritt als erster Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance der Telekom sein Amt an.
Anja Feldmann:
Feldmann leitet seit 2006 den Lehrstuhl für „Intelligent Networks“ und „Management of Distributed Systems“ der Deutsche Telekom Laboratories, einem An-Institut der Technischen Universität Berlin. Sie erhält den Leibnitz-Preis für ihre Konzepte eines Internet 2.
2007:
Friedrichshafens Oberbürgermeister Josef Büchelmeier, Ferdinand Tempel, Leiter T-City Repräsentanz und Bereichvorstand Technik T-Home Friedrich Fuß freuen sich über die Auswahl von Friedrichshafen als T-City.
2006:
Nach Kai-Uwe Ricke soll der ehemalige T-Online-Manager René Obermann Ordnung in das Telekom-Geschäft bringen.
Am 1. Januar 2005 ...
startete die LKW-Maut, an deren Realisierung T-Systems maßgeblich beteiligt war.
Von 2002 bis 2006 ...
steuerte Kai-Uwe Ricke als Telekom-Vorstand die Geschicke des Unternehmens.
2000:
Der schicke Robert T-Online wirbt für den Börsengang des gleichnamigen Telekom-Ablegers. Für die Anleger am Ende eine Pleite. Insofern wäre ein Pleitegeier wohl das bessere Symbol gewesen.
1998:
Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation – heute Bundesnetzagentur – die in diesem Gebäude in der Bonner Tulpenallee residiert, nimmt ihre Arbeit auf und sollte der Telekom noch viel Ärger bereiten.
1996:
28,50-DM-Mann (so hoch war der Aktienpreis für Privatanleger) Ron Sommer zieht als CEO den ersten Börsengang der Telekom durch.
Tim Berners Lee:
Der Erfinder des World Wide Web, das ab Anfang der 90er seinen Siegeszug antrat und auch das Geschäft der Telekom mit DSL-Anschlüssen beflügelte.
Start des D1-Netzes 1992:
Dieser Chip machte es möglich, über D1 zu telefonieren
Erst 1966 ...
wurde die letzte Handvermittlungsstelle auf automatisierten Betrieb umgestellt. Das Fräulein vom Amt starb aus.
1965:
Telefonieren auch in die USA über den Satelliten Early Bird.
1961:
Für heutige Verhältnisse gigantisch mutete das erste Telefon für das A-Netz an, das 1958 startete.
1904 ...
installierte Quante in Berlin die erste Telefonzelle
1877 ...
funktionierte in Berlin das erste Telefon, hergestellt von Siemens.