Peter Leukert

CIO des Jahres wechselt den Job

12.12.2011 von Karin Quack
Commerzbank-Bereichsvorstand Peter Leukert geht als Global CIO zum transatlantischen Börsenbetreiber Nyse Euronext. Sein Nachfolger ist der von der Dresdner Bank stammende Stephan Müller.
Peter Leukert zieht es zur Nyse Euronext
Foto: Commerzbank AG

Am 1. April nächsten Jahres bekommt die Commerzbank eine neue IT-Spitze. Zu diesem Datum soll Stephan Müller, bislang Bereichsvorstand Banking Operations, den Bereich Group Services - Information Technology (GS-IT) des Finanzdienstleisters übernehmen.

Müller tritt in große Fußstapfen: Sein Vorgänger, Peter Leukert, wurde heuer von der COMPUTERWOCHE und ihrer Schwesterpublikation "CIO" zum "CIO des Jahres" gekürt. Diese Auszeichnung würdigt vor allem seine Verdienste um die Integration von Commerzbank und Dresdner Bank.

Nach der erfolgreichen Harmonisierung der IT-Systeme einschließlich der Kunden- und Produktdatenübernahme sucht Leukert offenbar eine neue Herausforderung. Gefunden hat er sie beim Börsenbetreiber Nyse Euronext, einem Ableger der New York Stock Exchange. Die Berufung eines deutschen CIOs könnte ein Indiz dafür sein, dass die seit langem angestrebte Fusion der New Yorker mit der Deutschen Börse nun endlich in die Gänge kommt.

"Wir bedauern sehr, dass Peter Leukert die Commerzbank verlässt, und danken ihm für sein großes Engagement und die Erfolge in den zurückliegenden Jahren", sagte Leukerts Vorgänger auf der CIO-Position der Commerzbank, Frank Annuscheit, der heute die Fahne der IT im Vorstand des Bankkonzerns hoch hält. Dass die "herausfordernde Aufgabe" der globalen CIO-Funktion von Nyse Euronext an Leukert herangetragen worden sei, belege "einmal mehr" die Reputation, die das Integrationsprojekt auch in der externen Wahrnehmung habe.

Der richtige Mann für die Konsolidierung

Auch für Müller, den künftigen Bereichsvorstand GS-IT, fand Annuscheit lobende Worte: "Wir freuen uns, dass wir mit ihm einen Kollegen aus den eigenen Reihen gewinnen konnten, der über langjährige Erfahrungen im Vertrieb, der IT, aber auch in Operations verfügt. Gerade in einer Querschnittfunktion wie der IT ist die Mischung aus bankfachlichem und IT-Know-how ein entscheidender Erfolgsfaktor für die vor uns liegenden Aufgaben."

Der 43-jährige Müller ist ein echtes Dresdner-Bank-Gewächs. Er begann seine Laufbahn als Firmenkundenbetreuer in der Düsseldorfer Filiale, wechselte 1996 in die Fankfurter Zentrale und übte dort unterschiedliche Leitungsfunktionen im Geschäftsbereich Firmen/Institutionen aus. Nach einem Intermezzo als Bereichsleiter Transaction Banking & Customer Service war er bis zur Fusion mit der Commerzbank zuletzt vier Jahre lange als CIO für das Privat- und Firmenkundengeschäft verantwortlich.

"Ich freue mich sehr darauf, die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Stephan Müller in seiner neuen Funktion fortsetzen und intensivieren zu können", sagte Annuscheit. Für die anstehende Optimierung der IT nach der Phase der Integration sei er genau der richtige Mann.