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Amerikanische Business Angels sind viel aktiver als deutsche

19.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der deutschen Business-Angel-Szene herrscht Flaute. Eine Studie der Universität Kassel macht dafür das Steuersystem verantwortlich. Außerdem fehle die Generation erfolgreicher Technologieunternehmer, die Geld und Know-how weitergeben könnte. Klaus Nathusius, Professor und Gründungsexperte der hessischen Hochschule verglich das Engagement deutscher und amerikanischer Business Angels. Im Jahr 2003 investierten US-Angels 18,1 Milliarden Dollar in 42 000 Projekte. Nimmt man die Zahl als Maßstab für Deutschland, so hätten hierzulande drei Milliarden Euro in 7000 Projekte fließen müssen. Tatsächlich waren es nur 72 Millionen Dollar bei rund 700 Vorhaben, hat der Professor festgestellt. Das entpreche einer Abweichnung von 90 Prozent.

Unter dem Dach des bundesweit agierenden Business-Angels-Netzwerk Deutschland (Band) sind bisher über 1000 private Kapitalgeber aktiv. Sie haben seit der Gründung des Netzwerks im Jahre 1998 440 Millionen Euro investiert. Allerdings soll die Zahl der nichtorganisierten Förderer weit darüber liegen. (hk)