AMD kündigt Abkommen mit IBM

31.07.1998

MÜNCHEN (CW) - Nach der kürzlich bekanntgegebenen Kooperation mit Motorola hat Advanced Micro Devices (AMD) nun das Abkommen mit der IBM zur Produktion von "K6"-Mikro-prozessoren aufgekündigt. Big Blue bleibt allerdings Kunde von AMD und setzt dessen CPUs weiter in den eigenen "Aptiva"-PCs ein.

Im Februar dieses Jahres hatte AMD mit IBM einen Vertrag zur Herstellung von PC-Prozessoren des Typs "K6" geschlossen. Hintergrund waren Probleme mit dem 0,25-Mikrometer-Fertigungsverfahren in der AMD-eigenen Fabrik "Fab 25" in Austin, Texas. Daraus resultierten für AMD ernste Lieferschwierigkeiten.

"Wir brauchen die zusätzliche Kapazität einfach nicht mehr", begründete ein AMD-Sprecher die Beendigung des Fertigungsabkommens gegenüber dem britischen Informationsdienst "Computergram". Man habe die Ausbeute an funktionsfähigen Chips erhöhen können und so die Produktionsprobleme in den Griff bekommen. Insider gehen dagegen davon aus, daß die Entscheidung auch direkt mit dem kürzlich bekanntgegebenen Kreuzlizenzierungsabkommen zwischen AMD und Motorola zusammen- hängt.