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Amazon.com nimmt Spammer ins Visier

27.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Amazon.com hat elf Online-Vermarkter in den USA und in Kanada verklagt. Die Beschuldigten sollen Massen-Mails verschickt haben, die den Anschein erweckten, von Amazon zu stammen. Eine bereits früher eingereichte Klage gegen Cyebye.com hat die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft fallen gelassen, nachdem sich die Betreiber dazu bereit erklärten, 10.000 Dollar Strafe und Schadenersatz in nicht genannter Höhe zu zahlen. Außerdem hat sich Cyebye.com dazu verpflichtet, den Namen Amazon.com nicht mehr in Werbe-Mails zu verwenden.

Die elf neu verklagten Unternehmen sollen über so genanntes "Spoofing" die Header-Daten ihrer Werbebotschaften manipuliert haben. In der Folge sahen die Mails so aus, als seien sie von Amazon-Servern verschickt worden. Dabei handle es sich nicht um bloßes Spamming, sagte Amazon-Anwalt David Zapolsky. "Damit wurden unsere Kunden betrogen". Amazon arbeitet nun mit Internet-Providern an der Entwicklung von Techniken, die das Spoofing erschweren sollen. Wer gefälschte Amazon-Mails erhält, wird gebeten die Vorfälle an stop-spoofing@amazon.com zu melden (lex)