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Amazon bekräftigt sein Linux-Engagement

23.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Tom Killalea, Amazons Vice President für den Bereich IT-Infrastruktur, hat anlässlich der in New York stattfindenden Konferenz "Linux World" ein verstärktes Engagement seines Unternehmens in Sachen Open Source angekündigt. So soll bis Ende des Jahres das virtuelle Lager des Online-Händlers, das rund 14 Terabyte an Daten fasst, komplett unter Linux laufen. Dabei setzen Amazons IT-Verantwortliche auf eine Oracle-Datenbank nebst "Real-Application-Cluster"-Option sowie "Proliant"-Server von Hewlett-Packard (HP). Nach der Migration der Datenbank auf eine Open-Source-Umgebung, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll, plant das Unternehmen, auch sein Data-Warehouse-System auf Open Source umzurüsten.

Damit setzt Amazon seine Linux-Strategie fort. Bereits im Jahr 2000 begannen die Verantwortlichen, Teile der IT-Infrastruktur wie zum Beispiel die Web-Server auf Linux umzustellen. 2001 folgten die Systeme für die Abwicklung der Kauforders sowie das Customer-Relationship-Management- (CRM-)System. Die jetzt bekannt gegebene Migration der Datenbank begann bereits im vergangenen Jahr. Amazon betätigt sich auch als Outsourcing-Partner für verschiedene andere Online-Händler. So betreibt der Anbieter unter anderem die Online-Shops von Toys 'R Us, The Gap und CDNow in seinen Linux-basierenden Rechnenzentren. (ba)