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Am Stück: Unternehmenszahlen aus deutschen Landen

16.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf das Dokumenten-Management im SAP-Umfeld spezialisierte Ixos AG, Grasbrunn, hat für das vierte Quartal ihres abgeschlossenen Geschäftsjahres 1999/2000 auf Basis von 29 Millionen Euro Umsatz einen operativen Verlust von 10,4 Millionen Euro ausgewiesen (Vorjahresquartal: 30,2 Millionen Euro/plus 5,3 Millionen Euro). Für das gesamte Geschäftsjahr ergibt sich ein Nettofehlbetrag von 27,1 Millionen Euro oder 1,4 Euro pro Aktie und ein Umsatz 107,7 Millionen Euro. Im vorigen Geschäftsjahr hatte Ixos Einnahmen von 95,7 Millionen Euro und einen Nettoprofit von 10,2 Millionen Euro oder 52 Cent je Anteilschein gemeldet.

Die auf Software für E-Business-Lösungen spezialisierte Stuttgarter Brokat Infosystems AG hat für das erste Halbjahr 2000 einen Nettoverlust von 76,7 Millionen Mark ausgewiesen, das operative Ergebnis belief sich auf minus 19,9 Millionen Mark (Vorjahreshalbjahr: minus 25,4 Millionen Mark/minus 9,3 Millionen Mark). Den Umsatz steigerte Brokat übers Jahr von 42,8 Millionen Mark um 91 Prozent auf 81,7 Millionen Mark.

Die Nürnberger WWL Internet AG konnte ihren Umsatz in zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1,3 Millionen Euro) um 240 Prozent auf 4,3 Millionen Euro steigern. Deutlich angestiegen ist leider auch der Fehlbetrag: Die Company musste, vor allem aufgrund expansionsbedingter Personalkosten, einen Nettoverlust von 1,5 Millionen Euro oder 20 Cent pro Aktie ausweisen (Vorjahresquartal: minus 430 000 Euro/minus 19 Cent je Anteilschein).

Die Münchner Soft M AG, Anbieter von mittelständischen ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planning), hat für das erste Halbjahr 2000 ein DVFA-Ergebnis von minus 1,6 Millionen Mark gemeldet. Den deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum (plus 1,7 Millionen Mark) begründete Soft M mit "unvorhersehbaren Kaufverschiebungen im Hardwarebereich" durch extrem frühe AS/400-Produktankündigungen der IBM. Den Umsatz konnte das Unternehmen gegenüber dem Vorjahresquartal (37,4 Millionen Mark) geringfügig auf 38,8 Millionen Mark erhöhen. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit Einnahmen von 105 Millionen Mark (Vorjahr 102 Millionen Mark), ursprünglich hatte man mit 120 Millionen Mark gerechnet. Das DFVA-Ergebnis soll demnach nach fünf Millionen Mark im Jahr 1999 heuer eine Million Mark erreichen. Für 2001 peilt Soft M einen Umsatz von 150

Millionen Mark an.

Die ebenfalls am Neuen Markt notierte Wiener Brainforce Software AG erzielte im ersten Halbjahr 2000 einen Umsatz von 28,2 Millionen Euro, ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Noch stärker stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), nämlich um 82 Prozent auf 1,5 Millionen Euro.

Die auf IT-Sicherheitslösungen spezialisierte Articon Integralis AG mit Sitz in Ismaning bei München und Reading (Großbritannien) hat ihren bereinigten EBITDA-Verlust im ersten Halbjahr 2000 mit 0,55 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum (minus 1,5 Millionen Euro) mehr als halbiert. Im zweiten Quartal dieses Jahres ergab sich sogar erstmals ein Gewinn von 0,05 Millionen Euro. Den Umsatz steigerte das Unternehmen im ersten Halbjahr von 26 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres um 126 Prozent auf 58,9 Millionen Euro.

Die auf Software für Architektur und Bauwesen spezialisierte mb Software AG, Hameln, hat für das erste Fiskalquartal (Ende: 30. Juni 2000) einen Gewinn vor Steuern von 6,1 Millionen Mark (Vorjahr: minus 3,7 Millionen Mark) ausgewiesen. Der Konzernumsatz stieg nach vorläufigen Berechnungen um mehr als 90 Prozent auf 24 Millionen Mark (Vorjahresquartal: 12,6 Millionen Mark).

Der Integrationsspezialist Heyde AG, Bad Nauheim, hat für das erste Halbjahr 2000 einen Konzernumsatz von 120,4 Millionen Mark ausgewiesen und damit das Ergebnis des Vorhalbjahres fast verdoppelt. Den operativen Gewinn steigerte der Konzern übers Jahr von 8,1 Millionen Mark um 86 Prozent auf 15,1 Millionen Mark; der Nettogewinn betrug 10,4 Millionen Mark (Vorjahreshalbjahr: 5,3 Millionen Mark). Die Zahlen der fünf im ersten Halbjahr übernommen Unternehmen sind dabei noch nicht konsolidiert, sie sollen im dritten und vierten Quartal rückwirkend für das Gesamtjahr einfließen.

Der Dokumenten-Management-Spezialist SER Systeme AG, Neustadt/Wied, meldet für das erste Halbjahr 2000 auf Basis von 85,3 Millionen Euro Umsatz einen Nettogewinn von 5,1 Millionen Euro oder 34 Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Einnahmen 53,7 Millionen Euro und der Profit 4,4 Millionen Euro oder 33 Cent je Anteilschein betragen.

Weniger gut erging es dem Bargteheider Call-Center-Spezialisten Micrologica AG, der nach seinem missglückten Ausflug ins CRM-Geschäft (Customer Relationship Management) mit der Restrukturierung kämpft und für das erste Halbjahr 2000 einen Verlust vor Steuern von 7,6 Millionen Euro (Vorjahr: knapp 500 000 Euro) auswies. Gleichzeitig ging der Umsatz des Unternehmens übers Jahr von sieben auf nur noch 5,7 Millionen Euro zurück. Erst im Winter 2001/2000 will Micrologica eigenen Aussagen zufolge wieder schwarze Zahlen schreiben.