Alles Server, alles relativ

25.12.1992

Sebastian Trauerwein, Information Resources Manager

Was Traumwein sich für das neue Jahr wünscht? Als VB (virtueller Berliner): Daß die Hertha-Amateure deutscher Fußball-Pokalsieger werden - wat denn sonst? Als Wahlmünchner: Daß die Edelamateure des FC Bayern ihre Lederhosen anbehalten. Im Herzen: Daß Windows-NT sich auch als Mainframe-Betriebssystem durchsetzt. Dann wär' a Ruah. Für alle, die sich in der Microsoft-Welt noch nicht so auskennen: Dann könnten sich IBMs OS/2-Entwickler endlich in Ruhe anderen Aufgaben zuwenden, womöglich dafür sorgen, daß man beim Konfigurieren von IBM-Software keinen Kurs in Einsteins Relativitätstheorie für die eigene Systemgruppe braucht. Doch diesbezüglich muß Sebastian gleich wieder einschränken: Was bleibt unsereinem dann noch zu tun? Wer hält die PC-Parvenüs davon ab, das Daten-Chaos zum IT-Prinzip zu erheben? Wie steht es um die DV-Sicherheit? Und wer soll das bezahlen? Machen wir uns also nicht zu Sklaven einer technischen Entwicklung, deren Auswirkungen wir nicht voraussehen können. Fragen wir uns lieber, ob wir Client-Server-Systeme wirklich brauchen. Man sieht ja, was es IBM gebracht hat, mit der RS/6000 zu kokettieren. In diesem Sinne: ein erfolgreiches 1893!