Firefox

Alle Update-Optionen im Griff

14.05.2020
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Den Browser möglichst aktuell zu halten, ist angesichts der Vielzahl an Bedrohungen aus dem Internet oberste Pflicht. Firefox bietet zu diesem Zweck verschiedene Update-Optionen mit eigenen Vorteilen und Nachteilen.

Automatische Updates - Ja oder nein?

Wenn Sie den Mozilla-Browser frisch installieren, spielt er standardmäßig die Updates automatisch ohne weitere Rückfrage ein. Das ist aber nicht in allen Situationen erwünscht oder sinnvoll. Denken Sie zum Beispiel an Schulungs-PCs, die bewusst mit einer älteren Firefox-Version versehen werden, um etwa Security-Probleme zu demonstrieren. Oder die aktuelle Version verursacht in einer bestimmten Umgebung gravierende Probleme.

Einstellungen aufrufen

Aus diesem Grund lassen sich in der Konfiguration auch vom Default abweichende Vorgaben festlegen. Die zur Verfügung stehenden Optionen finden Sie, wenn Sie im Browser über das Extras-Menü die Einstellungen aufrufen. Falls die Menüzeile nicht sichtbar ist, drücken Sie die Alt-Taste, damit es temporär eingeblendet wird.

Update-Variante wählen

Wechseln Sie nun mithilfe der Seitenleiste links zur Kategorie Allgemein. Auf der rechten Seite scrollen Sie nach unten bis zum Abschnitt Firefox-Updates. Dort befinden sich zwei Optionen. Die Vorgabe lautet, dass es Firefox erlaubt ist, Updates automatisch zu installieren. Dadurch muss der Nutzer in der Regel nicht weiter eingreifen und surft immer mit der aktuellsten Version. Wenn Sie den Radio Button darunter aktivieren, darf der Browser zwar ebenfalls nach Updates suchen, muss aber vor der Installation nachfragen, ob Sie das erlauben wollen.

Auto-Updates per Registry blockieren

Vor Firefox 63 gab es hier noch eine dritte Möglichkeit, mit der Sie Firefox anweisen konnten, nie nach Updates zu suchen. Diese Option hat Mozilla ab Version 63 aus der grafischen Benutzeroberfläche verbannt. Doch per Registry-Eingriff lassen sich Auto-Updates weiterhin komplett blockieren.

Dazu starten Sie den Registry-Editor und nicken den Hinweis der Benutzerkontensteuerung ab. Nun navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies. Unterhalb von Policies erstellen Sie per Kontextmenü einen neuen Schlüssel namens Mozilla und legen darunter zusätzlich den Subkey Firefox an.

Wechseln Sie zu diesem Unterschlüssel und klicken mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich rechts im Dialogfenster. Dort generieren Sie dann ein neues DWORD mit dem Namen DisableAppUpdate und dem Wert 1.

Starten Sie zum Schluss Firefox neu und wechseln anschließend zu den Einstellungen. Nun sollte unterhalb des Abschnitts Firefox-Updates die Option Updates von Ihrem System-Administrator deaktiviert scharfgeschaltet sein.

Sie können das Firefox-Setup übrigens auch direkt so steuern, dass bestimmte Funktionen deaktiviert werden. Das funktioniert am bequemsten über das kostenlose Add-on Enterprise Policy Generator. Wie das Tool funktioniert und was es dabei zu beachten gilt, verrät dieser Artikel.

Wenn Sie lediglich anpassen möchten, wie oft Mozilla Firefox nach Aktualisierungen suchen soll, können Sie einfach das Update-Intervall ändern. (ad)