Windows 10

Alle Systemfunktionen im schnellen Zugriff

06.11.2019
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Etliche Features von Windows, die einen echten Mehrwert bieten, sind meist kaum bekannt oder gut versteckt. Selbst wer eine Funktion häufig nutzt, muss sich regelmäßig durch eine der vielen Unterkategorien klicken, bevor er zum Ziel kommt. Eine Freeware zeigt, wie es anders geht.

Unterstützte Windows-Versionen

Klickorgien kann man sich mit dem englischsprachigen Tool Ultimate Settings Panel ersparen. Dabei unterstützt die Software nicht nur Windows 10, sondern auch die Vorgänger Windows 7 und 8. Die kostenlose Kommandozentrale ist auf das Wesentliche reduziert und lässt sich entweder fest installieren oder portabel nutzen.

Das Tool installieren

Beide Varianten sind im ZIP-File enthalten, das auf der Homepage des Herstellers zum Download bereitsteht. Nachdem Sie das Archiv entpackt haben, finden Sie die zwei Verzeichnisse Installer und Portable, deren Bezeichnungen selbsterklärend sind. Das traditionelle Setup erfolgt wie üblich assistentengestützt und lässt sich danach über ein Desktop-Icon oder das Startmenü aufrufen. Wer sich für die portable Version entscheidet, ruft einfach die EXE-Datei im entsprechenden Ordner auf und bestätigt die nachfolgende Rückfrage der Benutzerkontensteuerung mit Klick auf den Ja-Button.

Im Tool navigieren

Auf der Startseite des Tools, unter dem Home-Tab, finden Sie nur wenige Informationen, etwa den Namen des angemeldeten Users. Außerdem lässt sich dort ein Light- oder Dark Theme und die Farbgebung auswählen. Rechts neben dem Home-Tab sind weitere Registerkarten angeordnet. Sie fassen die verfügbaren Windows-Funktionen in verschiedenen Rubriken zusammen. Hierbei sind die drei ersten Tabs spezifischen Features von Windows 7 bis Windows 10 zugeordnet.

Englische Bezeichnungen

Wenn Sie zu einer dieser Rubriken wechseln, rufen Sie anschließend eine Funktion direkt per Klick auf die betreffende Kachel auf. Die wahrscheinlich größte Hürde an der Stelle ist nicht der Metro-Look, sondern es sind die englischen Bezeichnungen der Windows-Funktionen. So gelangen Sie zum Beispiel über den ClearType Tuner zur ClearType-Textoptimierung und mit Advanced Accounts zur erweiterten Verwaltung der Benutzerkonten, um Passwörter zurückzusetzen oder - zumindest in der Pro-Edition von Windows - Gruppenmitgliedschaften zu bearbeiten.

Wer etwas Zeit in die Einarbeitung investiert und regelmäßig Systemarbeiten durchführt, dürfte sich aber nach einer Weile gut zurechtfinden. Nerviger ist da schon, dass in der getesteten Version einige Kacheln lediglich eine Fehlermeldung produzierten, wie Add Features oder Advanced Startup.

Weitere Funktionen

Neben der beschriebenen Kernfunktionalität bietet das Utility zudem direkten Zugriff auf die PowerShell sowie Funktionen für einige andere Programme, unter anderem Microsoft Outlook, Edge, Firefox und Chrome. Einen genaueren Blick ist sicherlich auch die Registerkarte Command Output wert. Hier können Sie über Kommandozeilenbefehle, die sich hinter den Kacheln verbergen, unter anderem auf die Schnelle die IP-Konfiguration ermitteln, den DNS-Cache leeren oder den BitLocker-Status abfragen. (jd)