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Aldi und Co machen Medion zum deutschen PC-Marktführer

03.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mithilfe von Tiefpreiskampagnen bei Aldi und anderen Supermarktketten ist es Medion im Schlussquartal 2002 erstmals gelungen, die Marktführerschaft auf dem deutschen PC-Markt zu erringen. Einer Studie der Gartner-Tochter Dataquest zufolge verkaufte der Essener Elektronikhändler und Dienstleister in den Monaten Oktober, November und Dezember mehr als 470.000 PCs und steigerte damit seinen Marktanteil um 7,1 Prozent auf 21,5 Prozent. Der bisherige Branchenprimus Fujitsu-Siemens, der auf Discount-Preise in der Vorweihnachtszeit verzichtet hatte, setzte nur etwa 371.000 Rechner ab und fiel mit einem Marktanteil von 16,9 Prozent auf Platz zwei zurück.

Erhebliche Einbußen verzeichnete auch Hewlett-Packard. Die Absatzzahlen des Fiorina-Konzerns brachen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel auf rund 192.000 Geräte ein und reichen damit nur noch für einen Marktanteil von 8,8 Prozent und den dritten Platz. Direktvertreiber Dell verbuchte dagegen einen Anstieg um 8,8 Prozent auf 130.000 PCs und konnte mit einem Marktanteil von 5,9 Prozent seinen vierten Platz vor Acer (5,8 Prozent) behaupten.

Insgesamt wanderten im vierten Quartal 2,2 Millionen PCs über deutsche Ladentische, das entspricht einer Steigerung um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr 2002 betrug der Zuwachs laut Dataquest allerdings nur 2,1 Prozent. (mb)