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Alcatel feuert weitere 10.000 Mitarbeiter

31.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische TK-Ausrüster Alcatel meldete für sein drittes Geschäftsquartal nicht nur einen drastischen Umsatzrückgang und rote Zahlen, sondern kündigte zudem die Entlassung von weiteren 10.000 Mitarbeitern an. Damit streicht der Konzern nun insgesamt 33.000 Stellen weltweit. Durch die jüngste Restrukturierungsmaßnahme will Alcatel rund 20 Prozent der Kosten einsparen, rechnet jedoch mit zusätzlichen Aufwendungen von 1,2 Milliarden Euro, die noch im Geschäftsjahr 2001 verbucht werden sollen. Der operative Verlust soll im vierten Geschäftsquartal damit in etwa auf dem Niveau des gerade abgelaufenen Berichtszeitraums (minus 215 Millionen Euro) liegen. Zwischen Oktober und Dezember 2001 geht Firmenchef Serge Tchuruk von einem Umsatzwachstum von zehn Prozent gegenüber dem dritten Geschäftsquartal aus. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet er mit einem

Nettoverlust von fünf Milliarden Euro.

In der abgelaufenen Berichtsperiode erwirtschaftete Alcatel einen Umsatz von 5,6 Milliarden Euro. Das sind rund 29 Prozent weniger als noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis sank von plus 297 auf minus 558 Millionen Euro. Für die schlechten Zahlen machte Tchuruk vor allem den Einbruch im US-Markt und die sinkende Nachfrage nach Handys verantwortlich. Allerdings sei es dem Unternehmen gelungen, die festen Kosten um 300 Millionen Euro zu senken. Zum Ende des dritten Geschäftsquartals verfügte Alcatel über Barreserven von 6,5 Milliarden Euro.