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Aktuelle Unternehmenswarnungen: AMD und Hyperion

08.04.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Erst vor einigen Wochen kündigte der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) an, daß Designprobleme beim K6-Prozessor im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zu einem Produktionsengpaß und in der Folge zu einem "signifikanten" Verlust führen würden. Nun warnte der Prozessorhersteller erneut vor schlechten Ergebnissen. In den vergangenen drei Monaten seien lediglich 4,3 Millionen von AMDs K6-2-Prozessoren ausgeliefert worden, 1,2 Millionen weniger als geplant. Zudem lag der durchschnittliche Preis bei 78 Dollar. Um profitabel zu sein, hätte der Intel-Rivale jedoch durchschnittlich 100 Dollar verlangen müssen. AMD rechnet nunmehr für das erste Quartal des Geschäftsjahres 1999 mit Umsätzen von 630 Millionen Dollar. In den vorangegangenen drei Monaten erwirtschaftete das Unternehmen noch 789 Millionen Dollar.

Der Software-Anbieter Hyperion Solutions rechnet mit einem enttäuschenden dritten Quartal des Geschäftsjahres 1998/99. Das Unternehmen erwartet Einnahmen zwischen 100 und 104 Millionen Dollar. Der Gewinn pro Aktie liegt vermutlich deutlich unter den Erwartungen. Analysten hatten bisher mit 22 Cent pro Aktie gerechnet.

Hyperion Solutions ist aus der Fusion des Olap-Anbieters Arbor Software mit Hyperion Software, einem Spezialisten für Finanz- und Controlling-Lösungen, hervorgegangen. Das Unternehmen habe immer noch nicht zu seiner alten Produktivität zurückgefunden, begründete Chief Executive Officer John Dillon das schlechte Ergebnis.