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Dell, Hewlett-Packard, Sema Group, SAG

Aktuelle Unternehmensergebnisse

17.02.1999
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Dell, Hewlett-Packard, Sema Group, SAG

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Direktanbieter Dell Computer hat für das abgelaufene vierte Quartal einen Nettogewinn von 451 Millionen Dollar (+49 Prozent) oder 31 Cent pro Aktie gemeldet und entsprach damit exakt den Erwartungen der Analysten. Das Umsatzwachstum im vierten Quartal konnte mit 38,4 Prozent auf 5,17 Milliarden Dollar nicht ganz mit dem Gewinnplus mithalten. Im kompletten Finanzjahr erwirtschaftete Dell auf Basis von 18,24 Milliarden Dollar Umsatz (+ 48 Prozent) einen Profit von 1,46 Milliarden Dollar (+54,7 Prozent). Dell räumte ein, die Einnahmen im vierten Quartal hätten 1998 nicht ganz den internen Erwartungen entsprochen. Chief Financial Officer (CFO) Tom Meredith erklärte, Dell habe seine Preispolitik zeitweilig nicht so effektiv gestaltet, wie dies möglich gewesen wäre. Geographisch gesehen war das Wachstum des Direktanbieters in Europa mit 40 Prozent am größten, Amerika

folgt mit 39 Prozent vor der noch immer "schwächelnden" asiatisch-pazifischen Region (+ 30 Prozent). Stolz ist Dell mit Recht auf seinen Internet-Verkauf: 1998 wurden via Web im Schnitt täglich zwölf Millionen Dollar umgesetzt. Zum 5. März wird Dell erneut einen Aktiensplit vornehmen, den sechsten innerhalb der vergangenen dreieinhalb Jahre.

Mit schwachem Umsatzwachstum kämpft Hewlett-Packard (HP). Im abgelaufenen ersten Quartal konnte das Unternehmen nur um ein Prozent auf 11,93 Milliarden Dollar zulegen. Dafür sollen vor allem rückläufige Bestellungen bei den Midrange-Unix-Systemen sowie bei Test- und Meßgeräten verantwortlich gewesen sein. "Wir sind mit dem Wachstum nicht zufrieden", erklärte HP-Chef Lewis Platt und räumte ein, daß der im zweiten Quartal des vergangenen Jahres erklärte Turnaround-Plan bislang noch nicht gegriffen habe. Erfreulich war indes die Entwicklung beim Profit, der im vergangenen Quartal bei 960 Millionen Dollar oder 92 Cent je Anteilschein lag und damit die Erwartungen der Finanzwelt um elf Cent übertraf.

Der britisch-französische IT-Dienstleister Sema Group hat vorläufige Ergebnisse für das vergangene Jahr vorgelegt. Demnach stieg der Gewinn vor Steuern 1998 auf 159,8 Millionen Dollar. Dabei ist ein außergewöhnlicher Zuwachs in Höhe von 33,8 Millionen Dollar aus dem Verkauf der Wehrtechnik-Sparte eingerechnet, ohne den der Vorsteuergewinn bei 126 Millionen Dollar und damit immer noch über den Erwartungen der Finanzwelt gelegen hätte, die mit 122,5 Millionen Dollar gerechnet hatte.

Die Darmstädter Software AG (SAG) konnte im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Ertrag steigern. Der Vorstandsvorsitzende Erwin Königs bezifferte auf einer Pressekonferenz den Profit vor Steuern mit 87,3 Millionen Mark (+ 35 Prozent) und den vorläufigen Gesamtumsatz mit 626 Millionen Mark (+ neun Prozent). Gleichzeitig kündigte der SAG-Chef für das zweite Quartal 1999 den Gang an die Frankfurter Wertpapierbörse an. Dabei werden die gegenwärtigen Aktionäre, zwei Stiftungen, mehr als die Hälfte ihrer Anteile abgeben. Als globaler Koordinator und Bookrunner fungiert die Investmentbank Lehman Brothers, der Leadrunner hierzulande ist die Hypo Vereinsbank.