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Aktuelle TK-Ergebnisse :Ericsson, Nokia, Global One, Sprint

23.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Es war ein schwarzer Tag für das Telekommunikationsunternehmen Ericsson, das heute einen deutlich geringeren Gewinn bekanntgab, als von Analysten erwartet. So verbuchte der schwedische Konzern im ersten Geschäftshalbjahr 1999 einen Gewinn von lediglich 711 Millionen Mark und lag damit um 44 Prozent unter dem Vorjahresergebnis (1,155 Milliarden Mark). Der Umsatz stieg allerdings um zwölf Prozent auf 20,59 Milliarden Mark (1998: 18,33 Milliarden Mark).

Besser erging es dem finnischen Konkurrenten Nokia. Der Hersteller verzeichnete im ersten Halbjahr 1999 einen Nettogewinn von 2,12 Milliarden Mark (Vorjahr: 1,37 Milliarden Mark). Der Umsatz legte heuer um 49 Prozent auf 16,36 Milliarden Mark zu. Im letzten Jahr betrugen die Einnahmen noch 10,95 Milliarden Mark.

Global One, das TK-Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom AG, France Télécom SA und Sprint, gab gestern bekannt, daß der Verlust im zweiten Fiskalquartal um 50 Prozent höher ausfiel als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings wurde das Debakel nicht konkret beziffert. Die Einnahmen jedenfalls gingen um sieben Prozent auf 241 Millionen Dollar zurück.

Der amerikanische Carrier Sprint weist die Ergebnisse seines Mobilfunkbereichs (PCS) getrennt von den übrigen Aktivitäten (FON) aus. PCS meldete bei Einnahmen von 736 Millionen Dollar einen operativen Verlust von 388 Millionen Dollar oder 1,25 Dollar pro Aktie. Weitaus besser verlief das Geschäft des FON-Bereichs. Dieser steigerte den Nettoprofit im vergangenen Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum (364 Millionen Dollar) um sechs Prozent auf 386 Millionen Dollar oder 44 Cent pro Aktie. Die Umsätze steigerte Sprint FON um acht Prozent auf 4,24 Milliarden Dollar (Vorjahr: 3,95 Milliarden).