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Aktuelle Ergebnisse: Lexmark, Network Associates, Xerox

19.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Lexmark International Group hat für ihr drittes Quartal einen Nettogewinn von 76,5 Millionen Dollar oder 56 Cent je Aktie ausgewiesen. Damit liegt das Ergebnis um zwei Cent über den Schätzungen der Analysten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich der Profit auf 57,8 Millionen Dollar oder 41 Cent pro Anteilschein. Allerdings erfüllte der Umsatz mit 845 Millionen Dollar oder einem Wachstum von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nicht die Erwartungen der Auguren. Diese waren von einer 17prozentigen Steigerung ausgegangen. Die New Yorker Börse reagierte mit einem Kursabfall um 30 Prozent: Die Lexmark-Aktie notierte zum gestrigen Börsenschluß bei 65 Dollar - 28 Dollar weniger als zu Tagesbeginn.

Network Associates hat für das dritte Quartal 1999 nur noch einen Nettoverlust in Höhe von 241 000 Dollar oder weniger als ein Cent je Aktie ausgewiesen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Minus bei 14,4 Millionen Dollar oder elf Cent pro Aktie. Der Umsatz allerdings fiel um 14 Prozent auf 195,2 Millionen Dollar. Der Hersteller von Anti-Viren-Software hatte in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben vor allem Probleme mit der Jahr-2000-Ängstlichkeit seiner Kunden und den zu langen Verkaufszyklen seiner Produkte.

Der amerikanische Kopier-Spezialist Xerox verzeichnete zum dritten Mal in Folge enttäuschende Quartalsergebnisse. Der Profit sank im dritten Quartal 1999 um elf Prozent auf 339 Millionen Dollar oder 47 Cent pro Anteilschein. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der Gewinn noch 381 Millionen Dollar oder 53 Cent je Aktie. Der Umsatz stieg leicht von 4,61 Milliarden Dollar auf 4,63 Milliarden Dollar. Xerox-Chef Richard Thoman erklärte, die Strategie des Unternehmens, die Jahr-2000-Ängstlichkeit der Kunden mit Preissenkungen zu kompensieren, sei nach hinten los gegangen. Die Kunden hätten daraufhin vor allem die billigeren Produkte gekauft, während die teureren liegen blieben.