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Aktien als Altersvorsorge?

12.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für den inzwischen verstorbenen Börsenguru André Kostolany war der Plan simpel: Man stelle sich in jungen Jahren ein Aktiendepot aus Blue Chips zusammen, um im Alter seinen Lebensstandard zumindest halten zu können. Das Motto lautete “kaufen und vergessen”. Beim ehemaligen Standardwert Enron ging die Rechnung indes nicht auf, und auch der einst schwergewichtige US-Carrier AT&T bietet auf lange Sicht nur eine bescheidene Performance. In dieser Woche erreichte die AT&T-Aktie mit knapp über 13 Dollar den tiefsten Stand seit nunmehr 17 Jahren, berichten US-Medien. Kurz zuvor war der Konzern zerschlagen und die so genannten Baby Bells abgespalten worden. Allein im vergangenen Jahr verlor das Papier ein Drittel seines Wertes. Nun machen sich Investoren dafür stark, mittels eines Reverse Stock Splits, bei dem die Zahl der Anteilscheine reduziert wird, den Kurs zumindest optisch in die

Höhe zu treiben. Damit wäre AT&T der erste Dow-Jones-Wert aller Zeiten, der diesen Schritt gehen würde. (ajf)