Gefälschte Akkus überhitzen

Akku-Problem: Rückruf für tausende Samsung Galaxy Note 4

18.08.2017
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Erneut wird ein Samsung-Smartphone, das Galaxy Note 4, wegen Überhitzungsgefahr bei den Akkus zurückgerufen. Doch dieses Mal ist nicht Samsung schuld.
Gefälschte Akkus können zu Hitzeproblemen im Galaxy Note 4 führen.
Gefälschte Akkus können zu Hitzeproblemen im Galaxy Note 4 führen.

Schon wieder muss ein Galaxy-Smartphone des südkoreanischen Elektronik-Rieses Samsung wegen Smartphone-Akkus, die sich überhitzen können, zurückgerufen werden. Die Akku-Probleme könnten Brände und Schäden durch Feuer verursachen. Bis jetzt gibt es einen belegbaren Fall eines solchen Überhitzungsschadens. Hinweise auf Verletzte liegen noch nicht vor.

Die US-Verbraucherschutzbehörde Consumer Product Safety Commission ruft deshalb in den Vereinigten Staaten das Samsung Galaxy Note 4zurück.

Konkret handelt es sich um wiederverwendete (refurbished) Samsung-Galaxy-Note-4-Smartphones. Und zwar nur um solche Galaxy Note 4, die in den USA zwischen Dezember 2016 und April 2017 vom Mobilfunkprovider AT&T an Kunden als Austauschgeräte ausgeliefert wurden.

Das Problem:In den jetzt zurückgerufenen Smartphones wurden teilweise gefälschte Akkus verbaut, die nicht von Samsung stammen. Diese Akkus können sich überhitzen. Rund 10.200 Akkus sollen betroffen sein.

Diese wiederverwendeten Akkus wurden von dem Unternehmen Fedex Supply Chain eingebaut. Diese US-Firma muss nun auch den Rückruf abwickeln und die betroffenen Akkus durch einwandfreie Ersatzakkus ersetzen.

Besitzer eines solchen Austausch-Galaxy-Note-4 sollen ihr Smartphone nicht mehr verwenden und es ausschalten. FedEx Supply Chain kontaktiert die betroffenen Kunden. Sie erhalten von FedEx Supply Chain kostenlos einen neuen Akku. Den fehlerhaften alten Akku können die Betroffenen kostenlos einschicken. Den Austauschvorgang erklärt Fedex Supply Chain hier im Detail.

Auch wenn dieses Mal Samsung offensichtlich nicht die Schuld für die Akku-Probleme trifft: Der Termin für den Rückruf fällt denkbar unglücklich. Denn in Kürze stellt Samsung das neue Galaxy Note 8 vor. Es ist der Nachfolger des Galaxy Note 7, das Samsung 2016 wegen massiver Überhitzungsprobleme beim Akku weltweit vollständig zurückrufen musste.