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Aibo im Hundehimmel

27.01.2006
Sony stellt die Produktion von Hunderobotern aus Kostengründen ein.

Im verflixten siebten Jahr trennt sich Sony von seiner Roboter-Serie "Aibo". Berichten zufolge wurden seit 1999 insgesamt mehr als 150.000 Exemplare des E-Hundes verkauft. Inzwischen ist dem Konzern ihre Züchtung zu teuer geworden - Sony konzentriere sich auf seine Kerngeschäftsfelder Elektronik, Spiele und Unterhaltung, sagte ein Sprecher der deutschen Konzerntochter. Auch der humanoide Roboter "Qrio" segnet das Zeitliche. Er war nie in den Handel gelangt, sondern diente Sony lediglich für die Forschung und Repräsentation. Die Erkenntnisse aus der Roboterentwicklung will Sony in seinen anderen Produktreihen verwenden.

Die Aibo-Hunde werden nun abverkauft. Sie kosten rund 2100 Euro, können aber deutlich mehr als traditionelle Tiere und haben zudem etliche Vorteile: So verbreiten sie keinen stechenden Geruch, wenn sie nass werden. Auch sind sie stubenrein, lesen Websites vor, führen ein eigenes Blog, machen Fotos und spielen Musik. Allerdings kann man mit ihnen nicht wirklich kuscheln, und sie lassen sich nicht auf Katzen hetzen. Aibo-Halter bekommen noch sieben Jahre Support, versicherte das Unternehmen. (ajf)