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Ärger um britische Handyzahlen

18.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher von Gartner machen sich gerade unbeliebt bei der britischen Mobilfunkindustrie. Sie haben nämlich bei einer Befragung von 4000 Bürgern ermittelt, dass "nur" 63 Prozent der erwachsenen Briten (rund 30 Millionen) ein Handy nutzen. Die Handelskette Carphone Warehouse hatte (allerdings mit einem deutlich kleineren Panel) zuvor bereits ähnliche Werte ermittelt. Die Carrier hatte indes noch in der vergangenen Wochen verlautbart, es gebe 43 Millionen "aktive" erwachsene Handynutzer im Inselkönigreich - das wären 90 Prozent Marktdurchdringung.

Die offensichtliche Diskrepanz rührt vermutlich aus der Art und Weise her, in der die Netzbetreiber ihre Prepaid-Kunden zählen. One2One etwa betrachtet Besitzer von Mobiltelefonen mit Wertkarten selbst dann noch als aktiv, wenn sie seit einem Jahr kein einziges Gespräch mehr geführt haben. "Die Betreiber stehen hier vor einem echten Problem", erklärt Gartner. "Durch die enorme Popularität der Prepaid-Angebote wissen sie einfach nicht mehr, wer ihre Kunden sie sind. Sie kennen nicht einmal deren Anzahl."