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Adobe will den eBook-Markt beleben

18.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Adobe Systems hat gestern überraschend einen "Digital Media Store" eröffnet, in dem eBooks großer US-Verlage wie HarperCollins, Simon & Schuster oder Random House sowie elektronische Ausgaben von Zeitschriften wie "Popular Science" oder "New York Times" zu haben sind. Alle Werke liegen im Portable Document Format (PDF) vor. Adobes Senior Vice President James Heeger erklärte, mit PDF als dem im eBook-Bereich vorherrschenden Format mache sei es sinnvoll, dass Adobe die verfügbaren Inhalte konsolidiere.

Bislang gelang es digitalen Büchern noch nicht, einen signifikanten Marktanteil zu erobern. Erst im vergangenen September hatte die Buchhandelskette Barnes & Noble den Onlineverkauf von eBooks eingestellt. Auf Barnesandnoble.com hatte das Unternehmen zuvor Bücher als PDF sowie im Format des "Microsoft Reader" angeboten. Adobe-Chef Bruce Chizen hatte unlängst in einem Interview mit "Cnet" erklärt, bislang kranke der Markt an Hardware, die einem echten Buch zu wenig nahe komme (hoher Preis, schlechte Lesbarkeit, kurze Akkulaufzeiten, Robustheit).

Seinen neuen Store betreibt Adobe in Kooperation mit dem Spezialanbieter ContentReserve. Auch kleinere und unabhängige Anbieter von Inhalten sind willkommen. Ob der Digital Media Store auch über die USA hinaus lokalisiert wird, ist nicht bekannt. (tc)