Verkürzung der Wartezeiten:

Adcomp-Plotter mit zwei Mikroprozessoren

27.04.1984

MÜNCHEN(pi) - Im neuen Plotter X 100 S der Adcomp GmbH, München, teilen sich zwei Prozessoren die Arbeit. Dadurch entfallen laut Anbieter sowohl Wartezeiten für den steuernden Computer auch die Notwendigkeit, Plot-Treibersoftware verwenden zu müssen.

Der erste Prozessor, ein Z80A, empfängt die Prozessor-Kurzbefehle vom Computer, zerlegt sie in einzelne Plot-Befehle und legt sie im 20-KB-Pufferbereich ab. Von dort aus werden sie dem zweiten Prozessor (MC 68000) weitergegeben, der die beiden Schrittmotoren mit Schrittweiten von je 0,05 Millimeter steuert und den Vierfarb-Kopf, in dem feine Kugelminen in den Farben Rot, Blau, Grün und Schwarz jeweils genau über der Plot-Position rotieren, bewegt.

Der Befehlssatz enthält neben den Plotter-üblichen Befehlen für absolute und relative Vektorsteuerung auch solche zur automatischen Ausgabe von Kreisbögen und Ellipsen, zur Generierung von zentrierten Symbolen und schraffierten Flächen.

Hervorzuheben ist, so Adcomp, ein Spline-Befehl, mit dem vereinzelte Koordinaten durch Interpolation "weich" miteinander verbunden werden können. Wie mit einem biegsamen Lineal wird eine Kurve geplottet, auf der alle Meßpunkte liegen.

Der X 100 S verarbeitet sowohl Endlos- als auch Einzelblatt-Formate.