Neues Cheshire-Copyprinter-System:

Acht Auswahlprogramme selektieren Adreßbestand

25.03.1977

NORDERSTEDT - Neben konventionellen Adressiersystemen und der Adreßschreibung per EDV soll das Copy-Verfahren der amerikanischen Firma Cheshire, deren Produkte in Deutschland von Stielow angeboten werden, eine Alternative für Anwender mit mittleren und großen Adreßbeständen darstellen. Bei diesem Verfahren werden die Adressen mit Schreibmaschine oder per Hand auf die sogenannte Copykarte (Lochkartenformat) in ein markiertes Adreßfeld geschrieben. 6 Zeilen Ó 35 Buchstaben stehen dafür zur Verfügung.

Ein vollautomatischer "Fotokopierer" doppelt die Anschriften auf den Copy-Adreßstreifen, der entweder aus Normalpapier, Heißsiegelpapier oder Selbstklebeetiketten bestehen kann. Auf diese Weise können bis zu 7000 Kopien der Orginaladressen erstellt werden. Mit dem neuen Copy-Printer 730S wird jetzt zusätzlich eine Selektionsmöglichkeit geboten. Auf der Copykarte werden zu diesem Zweck 80 farbige Rechtecke aufgedruckt, die mit waagerechten Bleistiftstrichen markiert werden und der jeweiligen Adresse Merkmale wie Branchen, Abnahmegrößen etc. zuordnen. Mit einer Fotozellen-Leseeinrichtung werden die Merkmale von dem Kopierer abgefragt. Beim Kopierlauf werden den Adreßkarten drei Vorlaufkarten vorangestellt, die ebenfalls per Strichkodierung die Information enthalten, welche Adressen gedoppelt werden sollen. Acht solcher "Auswahlprogramme" können gleichzeitig in den Microcomputer, der die Auswahl steuert, eingespeichert werden.

Der Mietpreis für den 730S beträgt einschließlich fünf Betriebsstunden monatlich 949 Mark, jede weitere Stunde kostet 44 Mark. Die selektionsfähige Copykarte kostet 3 bis 3,5 Pfennig.

Information: Stielow GmbH & Co. KG, Postfach 2020, 2000 Norderstedt 1