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Acer will sich doch nicht teilen

29.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die taiwanische Acer-Gruppe hat ihren Restrukturierungsplan, sich in zwei Gesellschaften zu spalten, auf Eis gelegt. Statt dessen will der PC-Bauer seine Design- und Fertigungseinheit DMS in eine Tochterfirma überführen. Die Teilungsabsicht wurde revidiert, weil das taiwanische Gesetz die Zerlegung von Unternehmen bislang nicht erlaubt. Acer-Chairman Stan Shih, der nach Ansicht von Branchenkennern als einer der wichtigsten Geschäftsleute des Inselstaates der geeignete Kandidat für einen Präzedenzfall gewesen wäre, schreckte vor diesem Schritt jedoch aus Zeitgründen zurück. Eine Überführung der DMS-Division in eine Tochter dauert nach Angaben des Unternehmens nur sechs Monate - für die Teilung hätte man rund zwei Jahre benötigt.