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Accenture übertrifft locker die Erwartungen

28.03.2007
Accenture hat im zweiten Fiskalquartal 15 Prozent mehr umgesetzt als ein Jahr zuvor und seinen Nettogewinn nicht unerwartet erheblich gesteigert.

Im Vorjahresquartal hatte eine Rückstellung von 450 Millionen Dollar für erwartete Verlust aus einem Großauftrag mit dem britischen National Health Service (NHS) das Ergebnis belastet. Der Nettogewinn stieg von 69,7 Millionen Dollar oder zwölf Cent pro Aktie auf aktuell 296,7 Millionen Dollar oder 49 Cent je Anteilschein. Beim operativen Gewinn legte die auf den Bermudas angesiedelte Beratungs- und Outsourcing-Gesellschaft von 137,3 Millionen Dollar auf 559,4 Millionen Dollar zu; die Bruttomarge stieg von 21,2 auf 29,6 Prozent.

Der Quartalsumsatz erhöhte sich im Jahresvergleich von 4,1 Milliarden Dollar auf 4,75 Milliarden Dollar. Mit dem Ergebnis toppte Accenture locker die Erwartungen der Wall Street. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit Einnahmen von 4,69 Milliarden Dollar und EPS von 42 Cent pro Aktie gerechnet. "Wir sehen keinerlei Unsicherheit bei unseren Kunden, die investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben", kommentierte CEO Bill Green. "Unser Beratungsgeschäft steht weiter unter Dampf". Auch das Outsourcing-Business sei ungebrochen stark.

Das Volumen neu verbuchter Aufträge für den am 28. Februar abgeschlossenen Berichtszeitraum belief sich auf 5,33 Milliarden Dollar. Stark seien vor allem Applikations- und BPO-Deals sowie Abschlüsse bei Systemintegration und -Management sowie Consulting gelaufen, so Accenture.

Für das Gesamtjahr setzte der Konzern seine Gewinnerwartung auf 1,88 bis 1,93 Dollar pro Aktie hoch (zuvor: 1,80 bis 1,85 Dollar je Anteilschein). Die Einnahmen im laufenden Vierteljahr sollen 4,9 bis 5,1 Milliarden Dollar betragen. Im nachbörslichen Handel nach Bekanntgabe der erfreulichen Zahlen legte die Accenture-Aktie gestern um 1,7 Prozent auf 36,95 Dollar zu. (tc)