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Accenture hilft US-Soldaten bei Online-Stimmabgabe

12.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die für den 2.November geplanten US-Präsidentschaftswahlen lassen bei dem IT-Service- und Beratungskonzern Accenture die Kassen klingeln: Das auf den Bermudas ansässige Unternehmen assistiert dem Verteidigungsministerium dabei, ein Online-Wahlsystem für die im Ausland stationierten US-Soldaten einzurichten.

Nach offiziellen Schätzungen halten sich mehr als sechs Millionen US-Bürger im Auftrag der Regierung oder aus privaten und geschäftlichen Gründen im Ausland auf. Viele davon sind ständig unterwegs und haben daher keine Zeit, einen Briefwahlantrag zu stellen.

Um auf die Stimmen der als patriotisch bekannten US-Soldaten nicht verzichten zu müssen, hat das Verteidigungsministerium nun das Federal Voting Assistance Program (FVAP) ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um ein zweites Pilotprojekt, nachdem im Wahljahr 2000 bereits ein kleiner Test mit 84 Teilnehmern stattgefunden hatte. Das zusammen mit Accenture aufgelegte Projekt soll es nun rund 100.000 US-Bürgern ermöglichen, über einen Windows-Rechner mit Internet-Zugang auf der Website SERVE (Secure Electronic Registration and Voting Experiment) ihrer "patriotischen Pflicht" nachzukommen. Um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen, stattete der Subunternehmer Verisign das System mit einer digitalen Signatur und andere Security-Features aus, weitere Kooperationspartner von Accenture sind Hewlett-Packard, der Microsofts .NET spezialisierte Systemintegrator Avanade, der E-Voting-Experte Hart Intercivic und Affina, ein Anbieter von

CRM-Lösungen.

Um künftig stärker von Regierungsaufträgen zu profitieren, hat Accenture im vergangenen Jahr den Geschäftsbereich eDemocracy Services ins Leben gerufen. Zudem übernahm der IT-Dienstleister im Juni 2003 Election.com, einen Spezialisten für elektronische Abstimmungen. (mb)