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Abschreibungen bescheren Novell rote Zahlen

24.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Novell hat gestern Zahlen zum zweiten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. In seiner Bilanz weist das Softwareunternehmen einen Nettoverlust von 173,5 Millionen Dollar aus nach 151,3 Millionen Dollar im Vergleichzeitraum des Vorjahres. Pro Aktie blieb der Fehlbetrag mit 48 Cent im Jahresvergleich identisch. Die Einnahmen steigerte Novell von 240,8 Millionen Dollar im Berichtszeitraum des Vorjahres um 14 Prozent auf 273,9 Millionen Dollar. Der Umsatz lag damit über der eigenen Prognose vom vergangenen Februar, als die in Provo, Utah, ansässige Firma Einnahmen zwischen 255 und 265 Millionen Dollar avisiert hatte.

Das aktuelle Quartalsergebnis enthält eine Goodwill-Abschreibung von gut 140 Millionen Dollar für die Übernahme von Cambridge Technology Partners sowie weitere außergewöhnliche Belastungen durch Internet-Investments und Restrukturierung. Abzüglich der Sonderabschreibungen ergibt sich ein Pro-forma-Gewinn von drei Cent pro Aktie nach einem gleich hohen Verlust im Vorjahresquartal. Sowohl Novell selbst als auch die Wall Street hatten lediglich eine schwarze Null je Anteilschein erwartet.

Für das laufende dritte Quartal erwartet Novell in etwa gleich hohe Umsätze wie im abgeschlossenen Vierteljahr, was wiederum einen kleinen Pro-forma-Gewinn ermöglichen würde. Der "heftige Einbruch" im Beratungsgeschäft sei gestoppt. Zum Ende des abgeschlossenen Quartals verringerten sich Barreserven und kurzfristige Investitionen von 705 Millionen Dollar Ende des letzten Geschäftsjahres auf 683 Millionen Dollar. (tc)