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"Abgespecktes" Microsoft-Kartellverfahren geht 2002 weiter

12.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Kartellverfahren gegen den Softwareriesen Microsoft, in dem inzwischen nur noch neun US-Bundesstaaten als Kläger auftreten, soll am 4. März 2002 wieder vor Gericht gehen. Das gab die vorsitzende Richterin Colleen Kollar-Kotelly am vergangenen Freitag bekannt. Die übrigen neun Bundesstaaten sowie das US-Justizministerium (DOJ = Department of Justice) klagen nicht mehr. Sie hatten sich zuvor mit Microsoft über eine außergerichtliche Beilegung des Rechtsstreits geeinigt (Computerwoche online berichtete). Der Einigungsvorschlag ging den US-Bundesstaaten Kalifornien, Connecticut, Iowa, Massachusetts, Minnesota, West Virginia, Florida, Kansas und Utah nicht weit genug.

Der Kompromiss zwischen Microsoft und einem Teil der Klägerseite muss bis zum 15. November der zuständigen Richterin Kollar-Kotelly zwecks offizieller Zustimmung vorgelegt werden. Die Richterin forderte zudem eine Studie an, die die Auswirkungen dieser Einigung auf die IT-Industrie beleuchtet. (ka)