Marketing Automation

9 Tipps für das digitale Marketing

13.10.2022
Von 
Max Modl ist CEO von Sendinblue Deutschland. 
Mit Marketing Automation können Marketing-Verantwortliche ihre Effektivität erhöhen und sich den Arbeitsalltag erleichtern. Unser kleiner Leitfaden zeigt, worauf es ankommt.
Das Kundenverhalten und die Customer Journey zu kennen, ist die Grundlage für Marketing Automation.
Das Kundenverhalten und die Customer Journey zu kennen, ist die Grundlage für Marketing Automation.
Foto: rassco - shutterstock.com

Verbraucher erwarten heute von Unternehmen, an den verschiedenen Touchpoints erkannt zu werden. Alles muss schnell gehen und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sein. Die Kommunikation sollte personalisiert ablaufen. Vielen Firmen, besonders den Mittelstandsbetrieben, fehlt es dafür allerdings an den nötigen Ressourcen wie Personal, Zeit und Geld.

Marketing Automation kann eine Lösung sein. Vor allem KI-basierte Lösungen können repetitive Aufgaben vollautomatisiert ausführen.

Marketing Automation: 9 Erfolgstipps

Die folgenden 9 Tipps sollten Sie hierbei im Hinterkopf behalten:

1. Viele Marketing-Aktivitäten lassen sich automatisieren

Gute Marketing-Automation-Lösungen verfügen über vielfältige Fähigkeiten, um Ihnen den Arbeitsalltag zu erleichtern. Je nachdem, welche Software-Einstellungen vorgenommen wurden und ob ausreichend Kundendaten in guter Qualität vorliegen, versenden sie E-Mails, SMS und Push-Nachrichten. So können User automatisiert Rabatt-Coupons und Geburtstagsgrüße verschicken oder inaktive Kunden reaktivieren.

Die Software kann zudem Kontaktlisten automatisch aktualisieren sowie eine Segmentierung von Kontakten vornehmen. Für letzteres nutzt sie Informationen, die Aufschluss über Interessen und das Browsing-Verhalten von Kunden geben. Werden beispielsweise Neukunden in einer Willkommens-E-Mail begrüßt, können ihnen sogleich interessante Angebote schmackhaft gemacht werden.

Der Kunde kauft etwa eine im Preis heruntergesetzte Winterjacke direkt auf der Shop-Seite und sendet damit ein Signal an die Software. Basierend auf dem Interesse - in diesem Fall: Jacke und Winterbekleidung - ordnet die Software den Kunden einer bestimmten Interessens- und Conversion-Liste zu. Nach einer festzulegenden Zeit erhält die Person erneut eine E-Mail mit weiteren relevanten Angeboten für Jacken beziehungsweise Winterbekleidung.

2. Customer Journey gestalten

Da die Marketing-Automation-Lösung viele repetitive Aufgaben übernimmt, sorgt sie für Entlastung und verschafft den Marketing-Verantwortlichen wertvolle Zeit für andere strategische Tätigkeiten. Vor allem, wenn das Marketing-Budget gering und das Personal knapp ist, lohnt sich die Softwareunterstützung.

Auf Basis der Kundendaten entwickeln Marketing-Automation-Lösungen relevante Inhalte und schaffen so personalisierte Multichannel Customer Journeys. Die Kundenbeziehung wird gestärkt, die Zufriedenheit wächst. Insgesamt wird sich die Sichtbarkeit des Unternehmens verbessern, und mit ihr die Conversion-Rate und der Umsatz.

3. Das brauchen Marketing-Automation-Lösungen

Bevor Sie sich daran machen, eine Strategie zu entwickeln, brauchen Sie eine passende Lösung. Diese wird sich nicht nur nach Ihren Bedürfnissen, sondern auch nach Ihrem Budget richten. Das Angebot ist groß, daher hier einige Funktionen, die für Marketing-Zwecke erfolgskritisch sein können:

4. Strategie definieren

Nachdem Sie Ihre Marketing-Automation-Lösung gefunden haben, sollten Sie festlegen, welche Ziele Sie mit Ihren automatisierten Nachrichten verfolgen. Geht es Ihnen vorrangig darum, mehr Leads zu generieren? Oder wollen Sie die Beziehung zu Ihren Bestandskunden stärken? Ist die Zielsetzung klar, lässt sich auch die Performance einer Kampagne besser auswerten.

Abhängig vom Fokus auf Neu- oder Bestandskunden gilt es zu überprüfen, ob die Datengrundlage ausreicht oder ob zusätzliche Informationen gesammelt werden müssen. Sind diese Fragen beantwortet, kann es auch schon losgehen.

5. Möglichst breite Datengrundlage

Damit die Software zuverlässig ihren Dienst leisten kann, brauchen Sie eine vielfältige Datengrundlage. Diese setzt sich aus statischen und verhaltensbasierten Kundeninformationen zusammen. Statische Daten beinhalten Merkmale, die sich in der Regel selten ändern, zum Beispiel Name, Geburtsdatum, Wohnort und Konfektionsgröße. Verhaltensbasierte Informationen gewinnen Sie aus den Aktivitäten Ihrer Klientel auf der Website und Im E-Mail-Verkehr. Das gelingt, indem Sie Website-Besuche, Klicks und Conversions messen, genauso abgeschlossene Einkäufe und Warenkorb-Abbrüche.

6. Marketing-Automation-Lösung integrieren

Marketing-Automation-Lösungen sind integrierbar mit anderen Softwareprodukten. Sie beziehen ihre notwendigen Daten und Informationen vor allem aus CRM-Systemen und Kontaktlisten. Sobald Online Shop und Marketing-Automation-Lösung verbunden sind, können Anwender mit geringem Aufwand ihre Kundendaten synchronisieren. Es fällt ihnen leicht, Bestell- und Anmeldebestätigungen sowie maßgeschneiderte Werbebotschaften automatisiert zu versenden.

7. Trigger-basierte Workflows erstellen

Bei einem Workflow handelt es sich um eine festgelegte Abfolge automatisierter Aktionen, die durch bestimmte Ereignisse oder aufgrund von Kontaktmerkmalen (Trigger-Bedingungen) ausgelöst werden. Ein Beispiel: Eine Kundin registriert sich in einem Online Shop. Diese Anmeldung selbst ist bereits ein Trigger und sendet ein Signal. Die Kundin wird als Kontakt einer Neukundenliste hinzugefügt. Je nach Konfiguration löst dieser Vorgang nach den Versand einer Willkommens-E-Mail aus. Dafür müssen Marketing-Mitarbeitende keinen Finger rühren, diese Aufgaben werden vollautomatisch übernommen.

8. Professionelle Templates nutzen

In der Regel sind für Marketing Automation keine HTML-Kenntnisse erforderlich. Die meisten Lösungen kommen bereits mit E-Mail-Vorlagen im modernen Design daher. Sie können diese können dann nach Ihren Vorstellungen gestalten und an Ihre Kampagnenanforderungen anpassen. Machen Sie von einer ansprechenden und thematisch passenden Farbpalette und Bildauswahl Gebrauch, fügen Sie Ihr Unternehmenslogo ein und sorgen Sie so für einen guten Eindruck.

9. Auf DSGVO-Konformität achten

Seit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) dürfen Unternehmen ihren Kontakten nicht mehr ungefragt E-Mails zusenden. Unternehmen sind also dazu verpflichtet, das ausdrückliche Einverständnis aller Adressaten einzuholen. Daher ist es wichtig, in Registrierungs- und Anmeldeformularen Zustimmungsmöglichkeiten einzubauen - zum Beispiel in Form von Checkboxen. Apropos Newsletter: Jedes Mailing muss einen Link oder Button enthalten, über den die Empfängerinnen und Empfänger ihr Abonnement wieder abmelden können.

Marketing-Automatisierung lohnt sich

Ganz gleich ob Sie Newsletter an verschiedene Kontaktlisten versenden oder Ihr CRM-System organisieren wollen: Denken Sie darüber nach, Ihre Marketing-Aktivitäten zu automatisieren und von den zahlreichen Funktionen und Vorteilen zu profitieren. Neben einem zu erwartenden Modernisierungsschwung können Sie Ihre Marketing-Abteilung stark entlasten. Der Aufwand lohnt sich! (hv)