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6 geniale neue Techniken fürs Rechenzentrum

24.01.2011
Von  und John  Brandon
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.

Frank J. Bernhard, Analyst bei der Omni Consulting Group, meint, die Box von Mushroom Networks sei eine echte Nische für Unternehmen. Sie sei geeignet für Firmen, die die exorbitanten Kosten für mehrfache T1- oder T3-Verbindungen scheuten, aber auf schnelle Internetverbindungen angewiesen seien. Es gibt auch andere Unternehmen, die solche Technologien anbieten, Cisco zum Beispiel. Die seien aber deutlich teurer und komplexer in Installation und Wartung, was zu ihrer geringen Verbreitung wird beigetragen haben.

4. Einfache Verbindung verteilter Rechenzentren

In sehr großen Unternehmen kann das Vernetzen mehrerer Rechenzentren an unterschiedlichen Orten zu einer komplizierten Angelegenheit ausarten. Da gibt es Sicherheitsbedenken, Transportfragen im Ethernet, operative Aufgaben beim Halten der Maximalgeschwindigkeit zwischen verschiedenen Standorten und neue Probleme bei der Disaster-Planung.

Aus vielen Rechenzentren eins machen

Ciscos neue Overlay Transport Virtualization (OTV) verbindet mehrere Rechenzentren auf eine - verglichen mit anderen Systemen - sehr einfache Art und Weise. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Transport-Technologie für Layer 2-Netzwerke. Die OTV-Software kostet pro Lizenz rund 20.000 Euro und nutzt die maximale Bandbreite sowie bereits vorhandene Verbindungen zwischen den Rechenzentren.

Es gibt auch andere Modelle, Rechenzentren miteinander zu verbinden, etwa über das Multiprotocol Label Switching (MPLS) oder den Asynchronous Transfer Mode. Im Unterschied zu diesen benötigt die Cisco-Variante allerdings keinerlei Redesign der Rechenzentren oder spezielle Services. OTV wird einfach über das bestehende Netz gelegt und übernimmt alle Vorzüge einer bereits bewährten IP-Netzverbindung.

Terremark, ein Cloud Service Provider aus Miami, nutzt Cisco OTV für die Verbindung von 13 Rechenzentren in den USA, Europa und Lateinamerika. Die Einsparungen gegenüber eigenen Lösungen seien aufgrund der geringeren Komplexität und der automatischen Ausfallsicherheit signifikant, berichtet Vizepräsident Norm Laudermilch.