Telekom

40 Millionen Nutzer jetzt mit 5G versorgt

27.07.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
40 Millionen Menschen können jetzt 5G empfangen. In über 3.000 Städte und Gemeinden. Einige Beispiele.

Die Deutsche Telekom meldet einen neuen Meilenstein für ihr 5G-Mobilfunknetz: 40 Millionen Menschen in Deutschland kann die Telekom jetzt mit 5G versorgen. Über 3.000 Städte und Gemeinden in Deutschland haben demnach jetzt 5G. Bundesweit sind rund 30.000 Antennen 5G-fähig. Das gelte für Großstädte wie Frankfurt oder München genauso wie für kleinere Gemeinden wie Wallgau in Oberbayern, Lampertswalde in Sachsen oder die Loreleystadt Sankt Goarshausen. Sogar auf der Zugspitze können man das Telekomnetz mit 5G nutzen.

Telekom: 40 Millionen Nutzer jetzt mit 5G versorgt
Telekom: 40 Millionen Nutzer jetzt mit 5G versorgt
Foto: Deutsche Telekom



Damit kann rund die Hälfte des bundesdeutschen Bevölkerung 5G nutzen. Bis Ende 2020 sollen es nach dem Willen der Telekom zwei Drittel der Bevölkerung der Bundesrepublik sein.


Vorerst liegt der Fokus beim 5G-Ausbau auf den Frequenzbändern 2,1 GHz und 3,6 GHz. Gerade für das flache Land spielt bei der 5G-Versorgung das Spektrum auf der 2,1 Gigahertz (GHz) Frequenz die maßgebliche Rolle. Die physikalischen Eigenschaften dieses Frequenzbandes ermöglichen eine hohe Reichweite. Zugleich erhöht sich auch die Datengeschwindigkeit gegenüber LTE; von einer Verdoppelung bis maximal 225 Mbit/s spricht die Telekom.

Die noch größeren Bandbreiten, wie sie mit höheren Frequenzen in den Ballungszentren möglich sind, erreichen Nutzer mit diesen Frequenzen allerdings nicht. Denn in den Städten erreicht das 5G-Netz 600-800 MBit/s in der Spitze. Mit der 3,6 GHz Frequenz sind in Großstädten sogar Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s und mehr möglich. Das soll beispielsweise in Berlin oder Köln möglich sein und in den nächsten Wochen sollen zum Beispiel Bremen und Dortmund mit solchen Geschwindigkeiten folgen.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, profitiert auch das vorhandene LTE-Netz vom 5G-Ausbau. Denn die 4G-Nutzer erhalten ein weiteres Frequenzband für die Nutzung von LTE und somit mehr Bandbreite. Durch den Einsatz des so genannten Dynamic Spectrum Sharing (DSS) wird zusätzliches Spektrum für LTE-Kunden bereitgestellt. Mit DSS betreibt die Telekom also zwei Mobilfunk-Standards parallel in einem Frequenzband. Die neue Technologie verteilt das Spektrum bedarfsorientiert zwischen LTE- und 5G-Anwendern. Dadurch surfen auch LTE-Nutzer schneller als bisher. (PC-Welt)