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3Com verkleinert seinen Nettoverlust

26.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Neben Palm hat auch dessen frühere Mutter 3Com gestern seine Bilanz zum vierten Quartal seines Ende Mai abgeschlossenen Fiskaljahres veröffentlicht. Darin weist der Hersteller einen Nettoverlust von 24 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie aus. Im Vorjahresquartal war der Fehlbetrag mit 517,7 Millionen Dollar oder 1,52 Dollar je Anteilschein deutlich höher ausgefallen. Allerdings fielen die Quartalseinnahmen von 468 Millionen Dollar im Berichtszeitraum des Vorjahres auf aktuell 338,5 Millionen Dollar. Auch gegenüber dem vorhergehenden dritten Quartal (356 Millionen Dollar) ging es sequentiell um fünf Prozent bergab, obwohl der Hersteller hier auf ein Wachstum gehofft hatte. Für das gesamte Geschäftsjahr ergibt sich auf Basis von 1,47 Milliarden Dollar ein Nettoverlust von 596 Millionen Dollar oder 1,71 Dollar pro Aktie. Im Vorjahr hatten Einnahmen und Fehlbetrag 2,82 Milliarden Dollar und

965,4 Millionen Dollar oder 2,80 Dollar je Anteilschein betragen.

Aufgrund der Rezession im Netzmarkt hatte 3Com im vergangenen Jahr erhebliche Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet und unter anderem mehr als die Hälfte seiner Belegschaft abgebaut, Standorte geschlossen und seine Fertigung teilweise ausgelagert. President und CEO Bruce Claflin blickt verhalten optimistisch in die Zukunft. "Die Fragen nach unserem schieren Überleben haben wir längst hinter uns", so der 3Com-Chef.

Unabhängig davon gab das Unternehmen die Ernennung von Mark Slaven (45) zum neuen CFO (Chief Financial Officer) bekannt. Slaven folgt auf Mike Rescoe, der das Amt "aus persönlichen Gründen" abgibt. Rescoe werde Claflin bei Sonderprojekten aber auch künftig beratend zur Seite stehen, hieß es. (tc)