Antivirus & Firewall

22 effektive Sicherheitstools für jeden Bereich

21.05.2017
Von Arne Arnold
Daten lassen sich heute leichter tauschen und verwalten als je zuvor. Die Sicherheit kommt dabei oft viel zu kurz. Mit unseren Tipps können Sie Ihr System und Ihre Daten schützen.
Nicht jedes Sicherheitstools schützt vor jeder Gefahr.
Nicht jedes Sicherheitstools schützt vor jeder Gefahr.
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Mit den Tools in diesem Beitrag erhöhen Sie den Schutz Ihres PCs und Ihrer Daten erheblich. Die meisten Programme sind dabei für private Zwecke kostenlos. Einige bieten eine Pro-Version, mit der sich mehr Funktionen nutzen lassen.

Systemschutz

1. Heimdal Security Agent: Wichtige Updates laden

Die Freeware Heimdal überwacht Tools, die besonders häufig von PC-Viren angegriffen werden, und installiert neue Updates für diese Tools automatisch im Hintergrund (Punkt 1).
Die Freeware Heimdal überwacht Tools, die besonders häufig von PC-Viren angegriffen werden, und installiert neue Updates für diese Tools automatisch im Hintergrund (Punkt 1).
Foto: IDG

Das Tool Heimdal Free überprüft, ob es für besonders gefährdete Software auf Ihrem PC neue Updates gibt, und installiert diese vollkommen automatisch. Heimdal unterstützt zwar deutlich weniger Programme als etwa das Tool Secunia Personal Software Inspector , dafür aber jene, die am häufigsten angegriffen werden. Zudem kann Heimdal für jedes der überwachten Tools die Updates komplett selbstständig einspielen. Heimdal arbeitet damit wesentlich unauffälliger als der Personal Software Inspector. Wenn Sie Ihr System mit hilfe von Heimdal immer auf dem neuesten Update-Stand halten, ist es für PC-Viren deutlich schwerer, sich ins System zu schleichen.

Zusatzschutz: Von Heimdal gibt es auch eine kostenpflichtige Pro-Version für 34 Euro pro Jahr. Diese überwacht auch den Datenverkehr Ihres PCs mit dem Internet und warnt Sie, sollten persönliche Informationen übertragen werden. Zudem ist ein Filter gegen gefährliche Internetseiten dabei sowie ein Filter gegen bösartigen Skriptcode auf Webseiten.

2. Voodoo Shield: Selbstheilungskräfte für Windows

Voodoo Shield schützt Ihren PC vor Gefahren aus dem Internet. Nach dem ersten Start von Voodoo Shield erstellt es eine Liste mit allen installierten Programmen und stuft diese als sicher ein. Zudem merkt sich das Tool die aktuelle Konfiguration des Systems. Anschließend schaltet Voodoo Shield seinen Schutz auf "On", um künftig alle dauerhaften Änderungen an Ihrem System zu verhindern. Spätestens nach einem PC-Neustart finden Sie wieder Ihr ursprüngliches System vor. Möchten Sie selbst eine neue Software installieren und behalten, dann schalten Sie den Schutz von Voodoo Shield für die Installation auf "Off".

3. Last Audit: Sucht und findet Schwachstellen in Windows

Das Tool Last Audit prüft Ihren PC auf bekannte Schwachstellen in Programmen und der Windows-Konfiguration. Das Ergebnis zeigt Last Audit in einer übersichtlichen Listenform an. Es bleibt Ihnen dann allerdings selbst überlassen, ob Ihnen die bemängelten Einstellungen tatsächlich zu unsicher sind oder ob Sie nichts ändern möchten.

4. HPI Identity Leak Checker: Prüft Ihre Mailadresse

Beim HPI Identity Leak Checker geben Sie Ihre Mailadresse ein und erfahren anschließend per Mail, welchen Diensten diese Mailadresse bereits gestohlen wurde. Die Passwörter hierzu sollten Sie dann dringend ändern (Punkt 4).
Beim HPI Identity Leak Checker geben Sie Ihre Mailadresse ein und erfahren anschließend per Mail, welchen Diensten diese Mailadresse bereits gestohlen wurde. Die Passwörter hierzu sollten Sie dann dringend ändern (Punkt 4).
Foto: IDG

Der kostenlose Identity Leak Checker ist ein reines Onlinetool. Es vergleicht Ihre Mailadresse mit einer Datenbank, die ausschließlich gestohlene Mailadressen und Log-ins enthält. Die Daten stammen meist aus Untergrundforen, wo sie von kriminellen Datendieben zum Kauf angeboten wurden. Sollte Ihre Mailadresse der Datenbank bekannt sein, erhalten Sie eine Warnung per Mail. Darin erfahren Sie auch, von welchem Server Ihre Log-in-Daten vermutlich gestohlen wurden. Sie sollten dann zumindest das Log-in-Passwort für diesen Dienst ändern. Der Dienst wurde von den Forschern des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam entwickelt. In der Datenbank befinden sich viele Millionen Datensätze. Prof. Christoph Meinel ist Direktor des HPI und empfiehlt seinen Service mit folgenden Worten. "Der von uns entwickelte Dienst sendet dem Nutzer einen Hinweis, welche Arten seiner Identitätsdaten, also zum Beispiel Passwörter, Vor-und Zuname, Anschriften oder Geburtstage, gegebenenfalls offenliegen und somit missbraucht werden könnten". Die Daten selbst sind öffentlich nicht einsehbar.

Zusatzdienst: Zusätzlich zum Mailchecker bietet HPI eine Datenbank zu IT-Angriffsanalysen. Nach einer kostenlosen Registrierung kann jeder Internetnutzer seinen Rechner kostenlos auf erkennbare Schwachstellen überprüfen lassen. Ohne vorherige Anmeldung funktioniert die Selbstdiagnose-Seite unter https://hpi-vdb.de/vulndb/sd_first. Sie erkennt Ihren Internet-Browsers und prüft ihn sowie die enthaltenen Plug-ins auf Schwachstellen. In vielen Fällen gibt der Text aber auch Warnungen zu älteren Plug-in-Versionen aus, die nicht installiert sind. Ihr Browser muss also nicht unbedingt von den Warnungen betroffen sein.

5. Rohos Logon Key: Windows-Anmeldung per USB-Stick

Das Programm Rohos Logon Key schützt Ihren PC vor ungebetenen Gästen, indem die manuelle Windows-Anmeldung durch einen USB-Stick ersetzt wird. Der Vorteil dabei: Sie verwenden als Passwort einen sehr langen Schlüssel mit mehr als 20 alphanumerischen Zeichen und gemischter Schreibweise für maximale Sicherheit. Ein solcher Schlüssel lässt sich kaum merken, und so sichern Sie ihn mit AES-256 verschlüsselt auf den USB-Stick. Bei der Windows-Anmeldung tippen Sie das Passwort nicht mehr selbst ein, sondern überlassen das der Software Rohos Logon Key, die sich die Info vom USB-Stick holt. Das Tool akzeptiert USB-Sticks wie auch SD-Karten, wenn ein Cardreader vorhanden ist.

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