IT-Prognose

2009 - das sollten Sie anpacken!

09.01.2009
Von 
Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.

7. Open Source

Open Source bleibt auch nach Jahren ein Dauerbrenner. Zudem dürfte das Thema gerade angesichts der Krise und klammer IT-Kassen im kommenden Jahr auf steigendes Interesse stoßen. Das Angebot an entsprechenden Lösungen wächst stetig, und mittlerweile hat sich die freie Software in vielen Bereichen als ernst zu nehmende Alternative zur Lizenzware etabliert.

Doch der heutige Wertbeitrag von Open Source besteht aus mehr als nur aus (kosten)freier Software, erläutert Saugatuck-Analyst Sempert. Open Source bedeute in vielen Fällen die bessere und innovativere Lösung. Allerdings brauchen die IT-Verantwortlichen einen Plan, um die Vorteile auszuschöpfen, erinnert der Analyst. Um den vollen Nutzen aus Open Source zu erzielen, müssen CIOs den Bedarf an Support (oft über ein externes Unternehmen) ebenso wie die aktive Teilnahme an Open-Source-Communities gewährleisten. Andernfalls steigen die Kosten, und der zu erzielende Wertbeitrag sinkt.

Fazit: Gerade weil IT-Budgets schrumpfen, sollten die IT-Verantwortlichen im laufenden Jahr verstärkt Open-Source-Alternativen in Betracht ziehen. Eine genaue Kalkulation bleibt den CIOs allerdings nicht erspart. Schließlich müssen Kosten und Aufwände für Support, Schulungen und Communities in die Kosten-Nutzen-Rechnung einfließen.

Mehr zum Thema Open Source finden Sie unter http://www.computerwoche.de/knowledge_center/open_source.

8. TK-Lösungen

Während der strategische Wert der IT vielen Firmenverantwortlichen mittlerweile bewusst ist, werden Themen rund um die Telekommunikation (TK) oft noch stiefmütterlich behandelt. Die wachsende strategische Bedeutung der TK werde häufig völlig vernachlässigt, beklagen viele Experten. Damit verschenkten die Firmenlenker die Chance, mit alternativen Kommunikationslösungen Kosten zu sparen und den eigenen Betrieb flexibler zu machen.

Nicole Dufft, Berlecon Research: "Die Unternehmen müssen die organisatorische Integration von IT und TK stärker vorantreiben."
Nicole Dufft, Berlecon Research: "Die Unternehmen müssen die organisatorische Integration von IT und TK stärker vorantreiben."
Foto: Berlecon

CIOs sollten auf ihrer Agenda 2009 deshalb der TK einen prominenten Platz einräumen, ermahnt Nicole Dufft, Geschäftsführerin von Berlecon Research, die IT-Verantwortlichen. Beispielsweise sollten teure und unflexible hardwarebasierende TK-Lösungen durch softwaregestützte Alternativen abgelöst werden. Diese seien kostengünstiger und flexibler im Betrieb. Darüber hinaus sollten die Verantwortlichen die organisatorische Integration von IT und TK vorantreiben. Eine gemeinsame ITK-Abteilung hilft, die Kosten zu senken, und bündelt die Kompetenz von IT- und TK-Experten. Außerdem sollten verstärkt alternative Bereitstellungsmodelle geprüft werden: TK-Funktionen lassen sich auch von einem externen Dienstleister als Managed Service oder im SaaS-Modell beziehen.

Fazit: Gerade in der Krise dürfen die Verantwortlichen in den Unternehmen keinen Bereich außer Acht lassen, der sich möglicherweise auf mehr Effizienz trimmen lässt und damit die Kosten drückt. Wenn in der IT schon alle Stellschrauben angezogen sind, findet sich vielleicht in der TK noch der eine oder andere Schatz zu heben.

Die komplette Analyse zum Thema TK von Berlecon finden Sie unter www.computerwoche.de/1882203.