Neues Feature

1Password: Travel Mode schützt vor Einreise-Beamten

26.05.2017
Von Michael Söldner
Mit dem Travel Mode sollen sich Daten bei der Grenzüberschreitung oder im Urlaub besser schützen lassen.

Die Macher der Passwort-Software 1Password haben eine neue Funktion namens Travel Mode vorgestellt. Das neue Feature ist für alle Nutzer mit einer Mitgliedschaft verfügbar. Es soll die in 1Password gespeicherten Daten vor unberechtigten Kontrollen auf Reisen sowie gegen Diebstahl schützen. Ist der Travel Mode aktiviert, so wird jeder Passwort-Safe vom Gerät entfernt, sofern er nicht vom Nutzer als „safe for travel“ deklariert wurde.

Der Travel Mode löscht andere Passwortspeicher vom Gerät
Der Travel Mode löscht andere Passwortspeicher vom Gerät
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Bislang musste vor Reisen ein temporärer Account mit den für die Reise benötigten Passwörtern erstellt werden. Mit dem Travel Mode müssen sich diese Daten zwar ebenfalls in einem eigenen Passwort-Safe befinden, die übrigen Passwörter bleiben jedoch daheim – und können somit auch nicht gestohlen werden. Am Zielort angekommen lässt sich der Travel Mode einfach wieder deaktivieren, dann stehen auch die übrigen Passwortspeicher wieder zur Verfügung.

Die Passwortspeicher werden laut Hersteller AgileBits nicht einfach unsichtbar gemacht, sondern komplett vom Gerät entfernt. Es gäbe somit keine Spuren von vormals gespeicherten Diensten oder gar Passwörtern. Selbst wenn ein Grenzbeamter darum bitten würde, den Passwort-Safe zu öffnen, würden sich dort nur die für die Reise gedachten Kennwörter befinden. In der für Firmen gedachten Version 1Password Teams kann der Administrator den Mitarbeitern nur bestimmte Passwörter auf Reisen erlauben. Den Travel Mode aktiviert er einfach aus der Ferne. Dies soll Unternehmensdaten noch besser schützen.

Der Travel Mode in 1Passwort steht ab sofort zur Verfügung. Eine ausführliche Anleitung zur Aktivierung bietet der Hersteller an dieser Stelle an. Der Passwort-Safe von AgileBits kostet für Privatanwender 2,99 US-Dollar pro Monat. Familien zahlen 4,99 US-Dollar pro Monat, dürften im Gegenzug aber fünf Accounts nutzen. (PC-Welt)