Business-Process-Management-Tools im Vergleich

18 BPM-Software-Suites im Test

04.05.2015
Von 
Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.

Fazit

Unter den in der Studie bewerteten Werkzeugen für das Prozess-Management gibt es keine Ausreißer nach oben oder unten. Es existiert weder eine perfekte noch eine wirklich schlechte BPM-Suite, so das Fazit der Tester. Allerdings wiesen alle Produkte Stärken wie auch Schwächen auf.

Die Gesamtwertung der Studie zeigt, dass sämtliche BPM-Suites im Testfeld eine hohe Mächtigkeit hinsichtlich der untersuchten Anforderungen aufweisen. Am oberen Ende der Skala drängen sich zahlreiche Lösungen im Bereich zwischen 90 und 95 Prozent. Etwas breiter fällt die Streuung beim Komfort aus. Im Urteil der Tester können nur sehr wenige Produkte einen hohen Komfort für sich beanspruchen.

Die durchschnittliche Gesamtbewertung aller betrachteten BPM-Suites liegt bei 58,7 Prozent, die durchschnittliche Mächtigkeit bei 88,9 Prozent und der durchschnittliche Komfort bei 65,9 Prozent.

Eine pauschale Empfehlung für oder gegen eine bestimmte BPM-Suite ist angesichts der Ergebnisse weder sinnvoll noch objektiv möglich, schreiben die Tester. Da sich die betrachteten Produkte teils erheblich in ihren Stärken, Schwächen, Zielgruppen und Philosophien unterscheiden, lasse sich jedoch eine grobe Auswahlempfehlung geben. Anhand eines Entscheidungsbaums definieren die Tester die zwei grundlegenden Kategorien Ausführung (Prozessausführung sowie Laufzeit-Management) und Umsetzung (Prozessumsetzung sowie Integration von Systemen). Der Baum gliedert sich weiter auf nach Modellierung und Controlling, Administration und Governance fanden dagegen keine Beachtung.

Es existiert weder eine perfekte noch eine wirklich schlechte BPM-Suite, so das Fazit der Tester.
Es existiert weder eine perfekte noch eine wirklich schlechte BPM-Suite, so das Fazit der Tester.
Foto: Sergey Nivens - Fotolia.com

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