Künstliche Intelligenz

10 kostenlose KI-Tools für Entwickler

10.01.2019
Von 
Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt.

Oryx 2 - maschinelles Lernen in Echtzeit

Oryx ist eine Software, die Daten aus Kafka und Spark nutzt. Dadurch lassen sich Daten aus Analysen im Big Data Bereich auch für maschinelles Lernen nutzen. Kafka und Spark sind beides Systeme aus dem Big Data-Bereich. Dabei ist es möglich, maschinelles Lernen in Echtzeit durchzuführen. Daten lassen sich in Echtzeit verarbeiten, und zwar aus verschiedenen Quellen.

Oryx 2 basiert auf der Lambda-Architektur. Diese neue Art der Datenhaltung wird vor allem in Big-Data-Umgebungen genutzt. Die Architektur wird daher auch mit Apache Spark und Apache Kafka eingesetzt. Spezialisiert ist die Lösung auf maschinelles Lernen. Das Framework kann für die Erstellung von Anwendungen genutzt werden, bietet aber auch gepackte End-to-End-Anwendungen für kollaboratives Filtern, Klassifizieren, Regression und Clustering.

Oryx 2 arbeitet mit Apache Spark und Apache Kafka zusammen.
Oryx 2 arbeitet mit Apache Spark und Apache Kafka zusammen.
Foto: Oryx2

Oryx 2 besteht aus drei Ebenen: Der Batch-Layer berechnet historische Daten. Diese Operation kann mehrere Stunden dauern und einige Male pro Tag gestartet werden. Die Geschwindigkeitsebene erstellt und veröffentlicht die inkrementellen Modellaktualisierungen aus einem Strom neuer Daten. Diese Updates können in der Größenordnung von Sekunden stattfinden. Die dritte Ebene, der Serving-Layer, empfängt Modelle und Updates. Die Datentransportschicht verschiebt Daten zwischen Schichten und empfängt Eingaben von externen Quellen.

Google DeepVariant

Google DeepVariant ist eine KI-Software zur Gensequenzierung. Die Software kann in der Google- Cloud betrieben werden. Die Open-Source-Software basiert auf TensorFlow. Sie kann Daten aus Gensquenzierungen nutzen, um ein Genom zu berechnen. Wird die Software in der Google Cloud genutzt, lassen sich zwei Modelle buchen. Beide nutzen 1025 Prozessorkerne.

Das schnellere Modell nutzt zusätzlich noch Grafikadapter von NVidia zur Berechnung. Diese können in unterschiedlicher Geschwindigkeit rechnen. Google DeepVariant macht beim Analysieren von Genen besonders wenig Fehler und kann besonders schnell Genanalysen durchführen. Daher hat die Software auch bereits Preise der "Food and Drug Administration (FDA)" gewonnen. Die KI-basierte Software arbeitet auch mit neuralen Netzwerken.

Die KI-Software Google Deepvariant ist für die Genomerforschung konzipiert.
Die KI-Software Google Deepvariant ist für die Genomerforschung konzipiert.
Foto: Google