Dieses Vorgehen stellt sicher, dass von Nichttechnikern erstellte Prozessmodelle sauber auf die entsprechenden SOA-Schichten abgebildet werden.
Welche Optionen für den Umgang mit Altsystemen die richtige ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. In Zukunft wird man daher in Unternehmen wohl häufig Kombinationen dieser Ansätze sehen. Die Verfügbarkeit von Composite Application Frameworks wie "Oracle Fusion" oder "SAP Netweaver" ermöglicht hier innovative Ansätze. Beispielsweise kann ein Unternehmen entscheiden, diejenigen Teilsys- teme durch Standardsoftware zu ersetzen, mit denen es sich gegenüber dem Wettbewerb nicht differenzieren kann, während strategische Teilsysteme mittels Legacy-to-SOA auf die neue Zielplattform migriert werden.
Bank Coop, die Schweizer Retail-Bank für Privat- und Firmenkunden, hat erfolgreich ihr Kreditverwaltungssystem von OS/2 auf eine moderne, Service-orientierte Architektur auf Basis der Java 2 Enterprise Edition umgestellt. Das Projekt wurde von CSC Schweiz mit Hilfe des Ansatzes "Model Driven Legacy Transformation" und dem Produkt "Arcstyler" von Interactive Objects umgesetzt.
Der modellgetriebene Transformationsansatz hatte zwei wesentliche Vorteile: Erstens konnte bei der Transformation ein sehr hoher Automatisierungsgrad erreicht werden, zweitens ließen sich die verbleibende manuelle Codierung effizient von CSC Indien in einem Mix-Shore-Ansatz umsetzen. Der modellgetriebene Ansatz lieferte einen wesentlichen Beitrag zur Kontrolle der klassischen Offshore-Risiken, da er die Zusammenarbeit zwischen dem On-Site und Offshore-Team optimierte und eine genauere Kontrolle der einzelnen Projektphasen ermöglichte. Außerdem wurde die durchgängige Konsistenz der Zielarchitektur sichergestellt und die vom Kunden geforderten Qualitätsmerkmale der Neuanwendung (Kostenreduktion für die langfristige Wartung unter anderem) erreicht.