
Als DMS unterstützt die Software grundlegende Features wie die Versionierung sowie das Aus- und Einchecken von Dokumenten mit automatischer Versions- und Bearbeitungshistorie. Mittels definierbarer Content-Regeln können Ordner so konfiguriert werden, dass beispielsweise über den Windows Explorer eingehende Dokumente automatisch ausgecheckt werden. Dies ermöglicht unter anderem die Synchronisierung mit Windows-Clients, die Dokumente auch offline bearbeiten sollen. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch, dass solche Dokumente dann für den Explorer-Zugriff nicht gesperrt sind.
Mit einfachen Workflows können Revisions- und Freigabeprozesse abgebildet werden, die Einbindung einer umfassenden BPEL Workflow Engine steht noch aus. Ein Assistent leitet durch die Definition von ereignisbezogenen Regeln, die im Wesentlichen das typische lineare Genehmigungsverfahren abbilden, ohne dabei Ausnahmen oder geschachtelte Abläufe anzubieten. Benutzer werden an definierten Stellen per E-Mail benachrichtigt. Die kürzlich veröffentlichte Version 1.2 kann praktischerweise Content auch per RSS zum Client bringen. Collaboration gibt es bei Alfresco in Form dynamischer Foren, die Benutzer zu jedem Ordner sowie auch einzelnen Dokumenten anlegen können.
Alfresco preist seine Software als ECM-System an, allerdings existieren zentrale ECM-Features wie komplexer Workflow und Web-Content-Management derzeit nur in der umfangreichen Roadmap. Außerdem sind viele Enterprise-Funktionen dem kommerziellen Alfresco-Produkt "Visible Source" vorbehalten, etwa gruppenbezogene Zugriffsrechte, LDAP-Integration, NTLM-Authentifizierung, Failover- und Cluster-Management.