
warum Alfresco den Anspruch des Enterprise-Content-Management (ECM) noch nicht einlösen kann;
wodurch sich die offene Architektur des Systems gegenüber älterern Systemen auszeichnet;
welche Aufgaben eines DMS Alfresco heute schon beherscht;
worauf das Geschäftsmodell des Startup-Unternehmens beruht.
Während für das Web-Content-Management zahlreiche quelloffene Anwendungen wie Typo3, Zope oder Plone existieren, beherrschen bisher ausschließlich kommerzielle Anbieter den Markt für das Dokumenten- beziehungsweise ECM-Herstellern (Enterprise-Content-Management).
Einer der durch SMB eröffneten Zugriffswege auf das Alfresco-Repository führt über virtuelle Laufwerke.Die Alfresco-Macher positionieren ihr Produkt daher als erste Open-Source-Alternative zu den großen und zumeist sehr teuren Anbietern. Alfresco reiht sich ein in eine wachsende Zahl professionell geführter Open-Source-Unternehmen mit umfangreicher finanzieller Ausstattung wie etwa MySQL, JBoss, SugarCRM oder Pentaho.
Dem ehrgeizigen Ziel folgend, eine richtungsweisende ECM-Lösung zu schaffen, investierte das Team um Documentum-Mitgründer John Newton besonders viel Aufwand in eine moderne Architektur. Die Java-basierende Software nutzt Frameworks wie "MyFaces" (Apaches Implementierung von "Java Server Faces") sowie "Spring". Als Servlet, beispielsweise innerhalb eines Tomcat-Containers oder als Portlet in einem JBoss-Portal, läuft die Alfesco-Software auf allen gängigen Betriebssystemen.
Moderne Entwicklungsmethoden wie Aspect Oriented Programming (AOP) sollen Modularität und eine einfache Erweiterbarkeit auf lange Sicht gewährleisten, außerdem ist der Zugriff über ein Web-Services-API und auch ein PHP-Interface möglich. Eine einfache Plug-in-Schnittstelle, wie sie vergleichbar komplexe Systeme, beispielsweise Typo3 oder SugarCRM bieten, sucht man jedoch vergebens.