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Themen und Trends

Neue Aufbruchstimmung im Web

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von Jürgen Liebherr
Web 2.0 wird zum Geschäft. Neben Millionen von Internet-Nutzern springen immer mehr Unternehmen auf den zweiten New-Business-Zug auf.

Als im Jahr 2001 die Dotcom-Blase endgültig platzte, war die Luft aus dem Web-Business raus. Die Branche hatte nicht nur mit hohen wirtschaftlichen Verlusten, sondern auch mit einem Imageschaden zu kämpfen. Die Skepsis gegenüber Begriffen wie "Internet-Startup" oder "Venture Capital" saß tief.

Hier lesen Sie ...

  • was das Web 2.0 antreibt;

  • welche deutschen Firmen mitmischen;

  • warum das Web 2.0 keine Bubble 2.0 ist.

Seit kurzem herrscht jedoch wieder Aufbruchstimmung. Der Katalysator hierfür ist das "neue" Internet. Interaktive Web-2.0-Anwendungen feiern Erfolge, an denen viele meist junge, kreative Köpfe teilhaben wollen. Angetrieben wird die neue "New-Business"-Welle durch hohe Nutzerzahlen (etwa 100 Millionen geschätzte MySpace-User) und beträchtliche Geldsummen für Firmenübernahmen. So hat Rupert Murdochs News Corp. 580 Millionen Dollar für MySpace gezahlt. Ebay legt 2,6 Milliarden Dollar für den VoIP-Spezialisten Skype auf den Tisch; je nach dessen Geschäftsentwicklung kann die Summe noch auf vier Milliarden Dollar anwachsen.

Solche Zahlen motivieren Internet-Gründer: Im besten Fall wird nach neuen Geschäftsmodellen oder Ideen gesucht, Kreativität gefördert und kanalisiert - im schlechtesten wird ganz schnöde abgekupfert. Wer noch schnell als Zweiter oder Dritter auf den Ideenzug aufspringt, kann oft mit ähnlichen Erfolgen rechnen wie der eigentliche Erfinder. In Deutschland tun sich vor allem solche Gründer hervor: Fast alle deutschen Web-2.0-Sites haben US-amerikanische Vorbilder - auch OpenBC.

Das Business-Netz

Bei dessen Geschäftsmodell handelt es sich um eine Adaption von "LinkedIn", einem im Mai 2003 gestarteten amerikanischen Social Business Network. Im Herbst 2003 von Lars Hinrichs in Hamburg gegründet, soll das Online-Netz "Open Business Club" Geschäftsleuten helfen, Kontakte zu knüpfen. "Wir stellen mit OpenBC die soziale Infrastruktur und weiterführende Applikationen, um Networking professionell zu machen - und das in vielen Sprachen dieser Welt", erklärt Hinrichs.

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