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Markt für Business Intelligence

Von Schwergewichten und Spezialisten

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Software für Business Intelligence ist populär wie nie. Viele Firmen messen ihr eine strategische Bedeutung bei und bescheren den Anbietern gute Geschäfte. Damit steigen auch die Erwartungen.

Der Markt und das Potenzial von Software für Business Intelligence (BI) gehören derzeit zu den aufregendsten Themen für Analysten und Anwender. So sorgte die BI-Branche im vergangenen Jahr für heftige Turbulenzen und viele Fragen, als innerhalb weniger Monate die führenden Anbieter Hyperion (durch Oracle), Business Objects (durch SAP) und Cognos (durch IBM) verkauft wurden. Trotz dieser und vieler anderer Übernahmen ist jedoch keine Marktkonsolidierung eingetreten, da immer noch neue Anbieter nachrücken und auch das Gesamtvolumen wächst.

So wurden laut einer Analyse des Business Application Research Center (Barc) aus Würzburg in Deutschland mit BI-Software im Jahr 2007 insgesamt 689 Millionen Euro verdient. Damit wuchs der Markt im Vergleich zu 2006 um satte 13,7 Prozent. Dabei sind noch nicht die BI-bezogenen Dienstleistungen berücksichtigt, da Barc nur die verkauften Lizenzen sowie Wartungs- oder Mietgebühren für Anwenderwerkzeuge und Produkte für das Daten-Management einbezieht.

Marktanteile 2007 in Deutschland mit Business-Intelligence-Software-Plattformen

Marktanteile 2007 in Deutschland mit Business-Intelligence-Software-Plattformen

136 Anbieter werben um die Kundschaft

Derzeit werben laut Barc rund 136 Anbieter im deutschsprachigen Markt um die Gunst der Kunden. Die Hälfte des Umsatzes entfällt allerdings auf nur vier Hersteller. Spitzenreiter des Quartetts ist erstmals die SAP, die den bisherigen Marktführer SAS Institute auf die zweite Position verdrängt hat, gefolgt von IBM und Oracle. Ihre Vormachtstellung haben diese Anbieter - außer SAS - vor allem den genannten Übernahmen und weniger einem organischen Wachstum zu verdanken. Auf den weiteren Rängen finden sich unter anderem Teradata, Microsoft und MicroStrategy. Aber auch die nach Umsatz kleinen Hersteller haben laut Studie im letzten Jahr kräftig zugelegt. Hierzu waren keine Übernahmen nötig, sondern sie konnten organisch wachsen und dabei häufig ein Umsatzplus von über 30 Prozent erzielen. Um auf Dauer gegen die Softwareriesen zu bestehen, müssen sie weiter auf Innovationen und spezialisierte (Branchen-)Angebote setzen und ihre Nischen finden.

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