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FreeBSD 7.1

Freies Unix-Derivat mit höherer Multicore-Performance

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von Uli Ries (freier Journalist in München)
Die Entwickler von FreeBSD haben die aktuelle Version 7.1 ihres Projekts veröffentlicht. Der neue Release ist das erste größere Update – Bugfixes, Verbesserungen, Neuerungen – der seit knapp einem Jahr erhältlichen Vorgängerversion des freien Unix-Derivats. FreeBSD ist insbesondere als Webserver sehr beliebt und läuft unter anderem auch auf Itanium-Hardware (IA-64).
Ideal für Intranet- und Internet-Server: Das Gratis-Unix Free BSD.
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Foto: The FreeBSD Foundation

Gewichtigste Neuerung von FreeBSD 7.1 ist der neue Prozess-Scheduler ULE, der auf Multicore-CPU-Systemen mehr Leistung bringen soll. Der Scheduler teilt die Prozessor-Ressourcen zu. Das Betriebssystem soll dank ULE-Scheduler auch bei hoher Systemlast schneller reagieren. Den Multicore-optmierten Scheduler gibt es bereits seit Version 7.0, allerdings musste er unter dieser Version noch manuell aktiviert werden. Jetzt ist der ULE-Scheduler zumindest in den Kerneln für AMD64- und i386-Systeme von Haus aus im Einsatz. Ebenfalls neu ist der Einzug der API „cpuset“. Mit cpuset lassen sich Threads an dedizierte Prozessorkerne binden und CPU-Ressourcen gruppieren und dann Prozessen zugewiesen werde.

Relevant ist darüber hinaus die erstmalige Integration von Suns Performance-Analyse und -Debugging-Tool DTrace in den FreeBSD-Kernel. Mit dem aus OpenSolaris übernommenen DTrace können Programmierer und System-Administratoren Kernel- und Anwendungsprobleme auch auf laufenden Produktions-Systemen nachverfolgen.

Weitere Neuerungen sind der überarbeitete Bootloader, der jetzt auch einen Systemstart direkt von USB-Speichern erlaubt und die Updates der Desktops auf KDE Version 3.5.10 beziehungsweise auf die Gnome-Version 2.22.3. Eine vollständige Liste aller Neuerungen findet sich hier. Verfügbar ist FreeBSD 7.1 für die Architekturen AMD64, i386, IA-64, PC98, PowerPC sowie Sparc64 und steht unter anderem als DVD-ISO-Image zum Download. Die Vorgänger-Linie der 6er-Versionen soll noch bis Ende 2010 mit Security-Updates bedacht werden, wird jedoch ansonsten nicht mehr weiter entwickelt.

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