| Die besten Open-Source-Produkte | |
| Ying und Yang |
Die hohe Entwicklungsgeschwindigkeit von Open-Source-Projekten dürfte noch für einige Überraschungen in künftigen Optaros-Bewertungen sorgen, sagt von Rotz voraus. "Das hat Gründe: Die Entwickler sind zum einen unbehelligt von Marketing-Interessen, Roadmap-Vorgaben und Anforderungen aus dem Vertrieb, der mit Features diesen oder jenen Auftrag gewinnen will. Sie müssen keine Hypotheken mit sich schleppen, die zuvor einmal eingeführt wurden und nun weitergepflegt werden müssen." So muss Documentum einen eigenen Applikations-Server weiterentwickeln, während sich Open-Source-Lösungen die Jboss-Entwicklung bei Red Hat zunutze machen.
"Darüber hinaus handelt es sich bei Open Source um sehr schlanke Konstrukte, die es so in der kommerziellen Welt einfach nicht gäbe, weil sie scheinbar nicht komplett sind", ergänzt von Rotz. Kein Problem: "Sie bauen Komponenten aus anderen Open-Source-Projekten ein und erreichen damit Entwicklungsgeschwindigkeiten, die bei klassischer Software undenkbar sind." Diese Software-Assemblierung sei durch quelloffene Produkte erst möglich geworden. Open Source werde mit dem Paradigma Web 2.0 weit bedeutender als bisher. "Open Source und Web 2.0 sind wie Ying und Yang. Es ist eine symbiotische Beziehung."