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Software Infrastruktur

Dell-Kunden wollen mehr Linux-PCs

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In einer neuen Kundenwunschliste stehen verschiedene Open-Source-Angebote auf den Spitzenplätzen.

Vor nicht ganz einer Woche hat Dell die separate Website IdeaStorm gestartet, um mehr über die Wünsche der Kunden zu erfahren, und ein wohl unerwartetes Feedback erlebt: Die Nachfrage nach Desktops und Notebooks mit vorinstallierten Open-Source-Programmen dominiert. Mit rund 68.000 Wünschen steht ein vorinstalliertes Linux, vorzugsweise in einer Multi-Boot-Option neben Windows, mit Abstand an der Spitze. Auf Platz zwei findet sich mit 40.000 Empfehlungen die quelloffene Bürosuite OpenOffice als Alternative zu MS Office. 31.000 Mal (Platz drei) votierten Kunden für Linux-Notebooks. Für Platz fünf reichten 24.000 Voten, den quelloffenen Firefox als Standard-Browser einzurichten.

Microsoft kommt erst ab Platz vier ins Spiel: 27.000 Kunden wünschten sich bisher ein reines Vista vorinstalliert, ohne weitere Software wie AOL oder Google. Der ähnliche Wunsch, nur Windows und MS Office vorinstalliert zu erhalten, kommt auf fast 17.000 Stimmen (Platz sieben). 23.000 (Platz sechs) möchten lieber die reine Hardware und überhaupt kein Betriebssystem.

Skeptiker werden jetzt natürlich einwenden, Open-Source-Fans könnten die Web-Wunschliste überflutet und damit gefälscht haben. Der britische IT-Nachrichtendienst "Computerwire" hält dagegen: "Selbst wenn man den Enthusiasmus der Linux-Fans in Betracht zieht, ihre Forderungen an die Spitze der IdeaStorm-Wunschliste zu heben, ist die Zahl der Antworten kaum zu ignorieren."

Es scheint den Interessierten nicht zu reichen, dass Dell in Richtung Linux im Prinzip - zumindest was die Desktops angeht - offen ist. So hat der Firmengründer und -chef, Michael Dell schon vor zwei Jahren erklärt: "Auf allen unseren Desktops kann Linux laufen, wenn man will." Die Nachfrage sei aber nicht ausgeprägt. Bisher gibt es von Dell keine Stellungnahme, ob sich diese Aussage noch halten lässt und ob mit Open-Source-Software vorkonfigurierte Desktops und Notebooks ins Angebot kommen. (ls)

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