CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS
Software Infrastruktur
Rubrik nach Firma filtern

OpenWorld

Oracle will mit Sun-Technik IBM angreifen

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken | 
von Frank Niemann, COMPUTERWOCHE-Redakteur
Auf der "OpenWorld" machte Oracle deutlich, Produkte wie Java, Solaris, Sparc und Storage-Systeme des IT-Konzerns Sun weiterzuführen, um damit IBM angreifen zu können.

Sun-Chairman Scott McNealy und Oracle-CEO Larry Ellison versicherten auf der in San Francisco stattfindenden Oracle-Konferenz "OpenWorld", dass Sun-Techniken nicht vom Markt verschwinden werden, wenn es zu der geplanten Übernahme kommt.

Das gelte für die in der IT-Branche intensiv genutzte Java-Plattform ebenso für das Sun-Betriebssystem "Solaris", die eigene CPU-Linie "Sparc" sowie die Storage-Produktlinien.

Angeblich will Oracle mehr in die Sparc-Architektur investieren als dies Sun derzeit tut. Ellison hat vor, mit der Kombination aus Oracle-Software und Sun-Hardware IBM anzugreifen.


Sun ist heute Wettbewerber im Marktsegment für Server- und Storage-Produkte. Oracle und IBM stehen sich in den Produktlinien Datenbanken und Middleware als Konkurrenten gegenüber. Gemeinsam haben IBM, Oracle sowie Firmen wie SAP, dass sie regen Gebrauch von Java machen.

Dem Oracle-Chef zufolge würden Datenbankapplikationen, die auf Sun-Hardware laufen, konkurrierende Systemumgebungen ausstechen. Der Datenbankhersteller hat im September Highend-Datenbank-Server auf Sun-Basis präsentiert (siehe auch "Oracle tunt Datenbank-Server mit Flash-Technik von Sun").

Der für seine deutlichen Worte bekannte Manager sagte, er würden jedem Unternehmen 10 Millionen Dollar schenken, falls es nicht gelänge, deren Datenbankumgebungen durch den Einsatz von Sun-Produkten nicht um den Faktor zwei zu beschleunigen. Dieser Wettbewerb werde Teil einer neuen Werbekampagne sein, ließ Ellison durchblicken.

Mit einer ebenfalls gegen IBM gerichteten Werbeaktion hatte sich Oracle unlängst die Finger verbrannt: Der Konzern musste eine Geldstrafe zahlen, da er die Leistungen von Sun/Oracle-Umgebungen mit denen von IBM verglich, ohne die dazu herangezogenen Benchmark-Werte dokumentieren zu können.

Verstärkt will Ellison auch in die zu Sun gehörende Open-Source-Datenbank MySQL investieren. Die von Oracle erworbene Open-Source-Datenbanktechnik von Innobase solle als Transaktions-Engine für MySQL fungieren. Anwender von MySQL fürchten um die Zukunft der quelloffenen Datenbanksoftware, seitdem Oracle die Übernahme von Sun plant (siehe auch "Was wird aus MySQL?"). Außerdem könnte MySQL der Grund dafür sein, dass die Wettbewerbsbehörde der EU-Komission den Deal nicht genehmigt.


(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

SW-INFRASTRUKTUR: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Gratis-Tools für den USB-Stick Gratis-Tools für den USB-Stick Unsere Gratis-Tools verwandeln Ihren USB-Stick in einen kompletten mobilen Arbeitsplatz.
weiter
Bitkom: Ohne Software ist die Wirtschaft nichts Bitkom: Ohne Software ist die Wirtschaft nichts Lesen Sie, welche Bedeutung Software und IT-Services für die Wirtschaft wirklich haben.
weiter
VLC-Player: Versteckte Profi-Features VLC-Player: Versteckte Profi-Features Der VLC Media Player ist ein Allroundtalent. Mit den richtigen Kniffen wird er zum Profi-Tool.
weiter
Filemaker 11 geht an den Start Filemaker 11 geht an den Start Lesen Sie, welche neuen Features Version 11 der Filemaker Arbeitsgruppen-Datenbank für Windows und Mac OS X bietet.
weiter
JEdit lässt Programmierer Herzen höher schlagen JEdit lässt Programmierer Herzen höher schlagen Mit "JEdit" steht Entwicklern ein kostenloser und plattformunabhängiger Text-Editor der Extraklasse zur Verfügung.
weiter
Gratis-Tools für den USB-Stick Bitkom: Ohne Software ist die Wirtschaft nichts VLC-Player: Versteckte Profi-Features Filemaker 11 geht an den Start JEdit lässt Programmierer Herzen höher schlagen
MEHR ZUM THEMA SOFTWARE INFRASTRUKTUR
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Jobangebote Integrated Service Management
Wie sieht eine dynamische IT-Infrastruktur aus? Wie können Sie heute IT-Kosten reduzieren und flexibler agieren, um morgen einen Schritt voraus zu sein? Antworten auf diese und weitere Fragen im Whitepaper.
KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke + Wireless