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Software Infrastruktur

Open Source im Megapack

Eclipse Galileo - 33 Projekte in einem Paket

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von Sascha Alexander (Redakteur Computerwoche)
Mit über 24 Millionen Codezeilen hat die Eclipse-Gemeinde das bislang umfangreichste vorkonfigurierte Softwarepaket geschnürt.

Mit Galileo bringt die Eclipse-Community am Mittwoch einmal wieder ein koordiniertes Update ihrer immer zahlreicher werdenden Open-Source-Projekte heraus (siehe auch den Beitrag zum Ökosystem Eclipse). Dies soll sicherstellen, dass die einzelnen Module (Plug-ins) der populären Werkzeugplattform auf einander abgestimmt sind und Entwicklern dadurch eine aufwändige Konfiguration der Plugins erspart bleibt.

Ein solches Update findet seit 2004 traditionell einmal jährlich im Juni statt und umfasst heuer insgesamt 33 Projekte (von rund 100 Projekten), die nun mit Galileo einzeln im Download bereit stehen. Unter ihnen findet sich Version 3.5 des Eclipse Projects und der Eclipse Platform, die zahlreiche Detailänderungen enthalten. So kann der Entwickler über den Texteditor Blöcke nun auch vertikal markieren und erhält über die Programmierhilfe bei Anlage eines neuen Objekts die passenden Konstruktoren angelegt.

Des Weiteren lassen sich im Debugger erstmals "Breadcrumbs" als Ansicht aktivieren. Diese können für mehr Übersicht bei der Code-Analyse sorgen, indem sie selbst bei einer Reduktion auf eine einzelne Zeile alle notwendigen Informationen anzeigen. Außerdem ist mit dem von SAP beigesteuerten "Memory Analyzer" ein Tool verfügbar, das den Speicherverbrauch von Java-Programmen analysieren hilft.

OGSi, PHP und Konkurrenz zu Microsofts Project Oslo

Weitere Kernbestandteile in Galileo sind Version 1.0 des als Enterprise Service Bus für SOA-Projekte dienenden Projekts "Swordfish" und die Laufzeitumgebung "Eclipse Equinox", die nun den OSGi-Komponentenstandard in Version 4.2 unterstützt (siehe auch was Ralph Müller, Europa-Direktor der Eclipse Software Foundation von der Ubernahme von Sun Microsystems durch Oracle hält.

Ebenfalls dabei ist Version 2.1 des "PHP Development Tools Project", die nun PHP 5.3 verwendet und Features wie namespaces nutzt, sowie "Xtext", ein neues Projekt, das von seinen Entwicklern als Textual Modeling Framework für den Entwurf Domänenspezifischer Sprachen dient. Dieser Ansatz hat laut Ian Skerrett, Director Maketing bei Eclipse, große Ähnlichkeit zu dem was Microsoft derzeit im Rahmen des "Oslo"-Projekts und der "M"-Sprache entwickelt.

Derweil arbeitet die Eclipse Software Foundation bereits an Version 4.0 des Frameworks, die sich an serviceorientieren Design-Prinzipen orientiert und Eclipse voaussichtlich zu einer weniger eng gekoppelten Plattform verwandeln wird. Dies könnte beispielsweise den Plattformzugriff über REST-Schnittstellen oder JavaScript-Calls vereinfachen. Die Neuerungen sollen im Juni 2010 im Sammelpaket "Helios" enthalten sein (siehe auch, warum Mike Milikovich Eclipse am Scheideweg sieht).

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