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Software Infrastruktur

iForum 2009 in München

Citrix zeigt XenClient und erneuert XenServer

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von Wolfgang Sommergut (CW-Redakteur)
Citrix nutzte die "iForum"-Konferenz in München, um einige neue Produkte vorzustellen. Darunter befindet sich dank der Konkurrenz mit VMware einige kostenlose Software.

CTO Simon Crosby führte in der Keynote eine frühe Version von XenClient vor, einem Typ-1-Hypervisor, der unter dem Codenamen "Project Independence" Anfang des Jahres zusammen mit Intel angekündigt wurde. Die Virtualisierungssoftware läuft im Unterschied zu bekannten Tools wie VMware Workstation oder Virtual PC direkt auf der Hardware. Wie das Konkurrenzprojekt "CVP" von VMware soll es wesentliche Defizite bei Server-basierenden virtuellen Desktops beseitigen. Der lokale Hypervisor ergänzt VDI-Systeme um Offline-Fähigkeiten und verbessert das Benutzererlebnis bei (grafisch) anspruchsvollen Anwendungen.

Beim ersten Start eines virtuellen Unternehmens-Desktops wird dessen Systemabbild auf die lokale Maschine heruntergeladen und läuft dort ab. Alle Änderungen durch den Benutzer werden mit dem Backend synchronisiert. Damit verspricht Citrix, die Vorteile des zentralen und dezentralen Modells kombinieren zu können. Die lokale Ausführung nutzt die Rechenleistung des Clients, gleichzeitig verschiebt sich das Management des Desktops in das Rechenzentrum, von wo er sich auf anderen Endgeräten starten lässt.

Der Client-Hypervisor erlaubt die parallele Ausführung von mehreren Betriebssystemen in virtuellen Maschinen (VMs) und eröffnet damit neue Nutzungsszenarien. Dazu zählt besonders die Möglichkeit, dass Mitarbeiter ihre persönliche Hardware in die Arbeit mitbringen und den von der IT-Abteilung bereitgestellten Desktop neben ihrem privaten laufen zu lassen.

Die Demo von Simon Crosby zeigte, wie sich beide Installationen unter einer Oberfläche vereinen lassen, so dass die Benutzer nicht zwischen zwei oder mehreren Desktops hin- und herschalten müssen. Anwendungen des Unternehmens laufen Seite an Seite mit privaten Applikationen, Erstere waren nur am grünen Fensterrand als solche zu erkennen.

Trotz der nahtlosen Integration auf der Benutzeroberfläche sind die virtuellen Maschinen strikt voneinander getrennt, so dass etwa Schadsoftware, die den privaten Desktop befällt, keinen Zugriff auf die Firmenanwendungen hat. Die Abschottung geht so weit, dass ein Kopieren und Einfügen zwischen Programmen verschiedener VMs nicht möglich ist. Da der Hypervisor die Kontrolle über die Hardware hat, kann die IT-Abteilung verhindern, dass nicht vertrauenswürdige Installationen gestartet werden oder bei Diebstahl eines Notebooks veranlassen, dass alle Daten beim nächsten Systemstart von der Maschine gelöscht werden ("Kill Pill").

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