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Software Infrastruktur

Business-Process-Management und ERP

Xpert.Ivy steuert SAP-gestützte Workflows

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von Frank Niemann (COMPUTERWOCHE-Redakteur )
Mit "Xpert.Ivy", einer Business-Process-Management-Plattform (BPM) von der Soreco Group, sollen SAP-Kunden Geschäftsprozesse systemübergreifend gestalten und steuern können. Über BAPI/RFC, Idoc oder Web-Services lassen sich ERP-Systeme einbinden.

Produkte für das Business-Process-Management wie Xpert.Ivy von der Soreco Group aus Schwerzenbach bei Zürich sollen es Firmen erlauben, Geschäftsprozesse unabhängig von einer bestimmten Applikation zu definieren und zu steuern (siehe weitere Artikel zum Thema SOA & BPM). Über Schnittstellen können dafür erforderliche Anwendungsfunktionen eingebunden werden. Xpert.Ivy verfügt nun über eine von SAP zertifizierte Kopplung, die auf dem Produkt "Magic iBolt" vom Soreco-Kooperationspartner Magic Software Enterprises basiert. Damit sollen Unternehmen individuelle Workflows innerhalb ihrer SAP-Software steuern können. Darüber hinaus seien sie in der Lage, neben ERP-Programmen auch andere IT-Systeme in die Abläufe einzubinden.

SAP-Kontakt via BAPI, RFC, Idoc oder Web-Services

Neben der nun verfügbaren SAP-Anbindung verfügt Xpert.Ivy bereits über einen Konnektor für "Microsoft Dynamics NAV" (vormals Navision).

Die neue SAP-Kopplung lässt sich in drei Formen bewerkstelligen:

  • BAPI/RFC,

  • IDOC,

  • Web-Service.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, SAP-Dialoge und "Dynpros" aufzurufen. Laut Soreco funktioniert die Anbindung bei allen SAP-Programmen ab dem R/3-Release 4.6.c.

Xpert.Ivy erlaubt es, wieder verwendbare Dialogkomponenten flexibel zu kombinieren. Richdialogs nutzen dabei Funktionen und Daten von integrierten Geschäfts-applikationen.
Xpert.Ivy erlaubt es, wieder verwendbare Dialogkomponenten flexibel zu kombinieren. Richdialogs nutzen dabei Funktionen und Daten von integrierten Geschäfts-applikationen.
Xpert.Ivy erlaubt es, wieder verwendbare Dialogkomponenten flexibel zu kombinieren. Richdialogs nutzen dabei Funktionen und Daten von integrierten Geschäfts-applikationen.

SAP selbst investiert in BPM-Funktionen. Der Konzern baut "Netweaver" zur Business-Process-Management-Plattform aus (siehe auch "SAP bringt Netweaver BPM bei").

Rich-Internet-Application

Als Besonderheit des eigenen BPM-Systems bezeichnet der Hersteller das seit Mitte 2008 verfügbare Benutzer-Interface, das sich auf eine Java-Entwicklung ("UltraLightClient" von Canoo) stützt (siehe weitere Artikel zu Rich-Internet-Applications). Firmen können so Funktions- und Prozesslogik sowie Geschäftsdaten von angebundenen Systemen in Dialogkomponenten ("Richdialogs") kapseln und für die Benutzerinteraktion nutzen. Richdialogs liegen in einem Repository und lassen sich kombinieren sowie anpassen, wenn sich Abläufe ändern.

Java am Client genügt

Da die Logik für die Benutzerschnittstelle auf einem Server liegt, müssen Unternehmen keine Software auf den Arbeitsplatzrechnern installieren. Voraussetzung ist die Java-Laufzeitumgebung (Java Runtime Environment, JRE). Nach Herstellerangaben sorgt ein spezielles Protokoll ("Half Object Protocol", kurz HOP) für kurze Antwortzeiten und Stabilität der Benutzeroberfläche. HOP überträgt bei einer Benutzeraktion nicht die komplette Seite vom Server auf den Client, sondern lediglich die Differenz der grafischen Darstellung.

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