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Software Infrastruktur

Kostenlose Hypervisor im Vergleich

ESXi, Hyper-V oder XenServer Express?

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von Andrej Radonic (freier Autor in Köln und Verfasser des Buchs Xen 3.2)

Hyper-V Server 2008

Hyper-V Server 2008 ist die eigenständige Ausführung von Windows Server 2008 in der Hyper-V-Rolle, die im Vergleich zur Vollversion ein noch weiter abgespecktes Windows enthält. Lizenzen werden hier - wie auch bei den anderen Systemen - erst für die Gäste nötig.

Hyper-V Server lässt sich problemlos installieren und stellt Windows-Administratoren vor keine Hindernisse stellen. Jedoch dürfte für diese Klientel Windows 2008 Server Core, das dem Virtualisierungssystem zugrunde liegt, mangels grafischer Oberfläche gewöhnungsbedürftig sein.

Die lokale Administration beschränkt sich auf die Kommandozeile, remote steht mit dem Hyper-V-Manager ein grafisches Werkzeug zur Verfügung.
Die lokale Administration beschränkt sich auf die Kommandozeile, remote steht mit dem Hyper-V-Manager ein grafisches Werkzeug zur Verfügung.
Die lokale Administration beschränkt sich auf die Kommandozeile, remote steht mit dem Hyper-V-Manager ein grafisches Werkzeug zur Verfügung.

Die Voraussetzungen für Installation und Betrieb sind moderat, da gängige Serverhardware verwendet werden kann. Das System verlangt genau wie XenServer einen 64-Bit-Prozessor mit integrierter Virtualisierungsunterstützung (also Intel VT oder AMD-V).

Die Administration des Hyper-V-Servers findet lokal auf der Kommandozeile statt. Weitergehende Funktionen wie das Steuern von Gästen erfolgen remote und grafisch über den kostenfreien Hyper-V Manager (via Vista oder Windows 2008) oder über System Center Virtual Machine Manager (SCVMM), für dessen Lizenzierung Kosten anfallen.

Alle wichtigen Windows-Varianten können virtualisiert betrieben werden, als einzige Alternative zu den eigenen Systemen unterstützt Microsoft Novell SUSE Enterprise Linux (SLES). De facto besteht seine vornehmliche Aufgabe darin, Rechner unter Windows Server 2003 zu virtualisieren und zu konsolidieren. Aufgrund der fehlenden Lizenz für ein Gast-Windows ist es für Nutzer von Server 2008 uninteressant, weil diese Version bereits in der Standard-Edition die Installation der Software in der Parent-Partion und in einer gewöhnlichen VM zulässt.

Die kostenlose Variante weist gegenüber der der Vollversion wesentliche Nachteile auf: Kein Host-Clustering, kaum Anpassung durch Nachinstallation anderer Komponenten und dadurch Reduzierung auf die reine Hypervisor-Rolle. Lediglich Multipath IO, Bitlocker, SNMP sowie Windows Backup sind zusätzlich möglich.

Sehr nützlich hingegen ist, dass der Volume Snapshot Service (VSS) für automatisierte Backups laufender Maschinen verfügbar ist, die über diesen Dienst automatisch auf "ruhend" gestellt werden, so dass das Dateisystem intakt bleibt.

Stärken und Schwächen

Plus

  • Einfache und schnelle Installation

  • Schnelle Verfügbarkeit in Windows-Landschaften

Minus

  • Kein Memory Over-Commit

  • Keine Live Migration

  • Kein direktes Upgrade auf höhere Version möglich

  • System kann keine anderen Dienste ausführen (beispielsweise Datei- oder Web-Server)

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